Mettauertal

Sozialwohnungen statt Kanzlei: Im alten Gemeindehaus könnten bald Flüchtlinge wohnen

Das ehemalige Gemeindehaus im Mettauertaler Ortsteil Wil steht mehrheitlich leer. Nun soll es umgenutzt werden.

Das ehemalige Gemeindehaus im Mettauertaler Ortsteil Wil steht mehrheitlich leer. Nun soll es umgenutzt werden.

Das ehemalige Gemeindehaus steht mehrheitlich leer. Nun sollen in den beiden Wohnungen Asylsuchende untergebracht werden. Der Gemeinderat beantragt dafür einen Kredit in der Höhe von 190'000 Franken.

Im alten Gemeindehaus von Wil sollen zwei Sozialwohnungen entstehen. Dies geht aus der Traktandenliste für die Gemeindeversammlung vom 20. November hervor. Wie der zuständige Gemeinderat Oliver Kalt sagt, beantragt der Gemeinderat einen Kredit in der Höhe von 190'000 Franken für den Einbau von zwei Sechs-Zimmer-Wohnungen.

Primär sollen in den beiden Wohnungen Asylsuchende untergebracht werden. Derzeit hat die Gemeinde Mettauertal für die Unterbringung von Flüchtlingen ein Bauernhaus mit zwei Wohnungen gemietet. Dort sind zwei Familien untergebracht. Allerdings wird die Aufnahmequote mit neun betreuten Flüchtlingen aktuell nicht erfüllt und eine weitere Unterbringung in den nächsten Monaten zeichnet sich ab.

Gemeindehaus steht seit längerem mehrheitlich leer

Kann das Projekt realisiert werden, soll der Mietvertrag für das bestehende Bauernhaus aufgelöst werden. Damit könnte die Gemeinde Miet- und Nebenkosten sparen. Zudem würde der Leerstand im ehemaligen Gemeindehaus im Ortsteil Wil behoben. Derzeit ist eine Spielgruppe im Dachgeschoss untergebracht, daneben gibt es nur kleinere Nebennutzungen.

Man habe über längere Zeit vergeblich versucht, das Gemeindehaus zu vermieten, so Kalt. Deshalb habe man nun aufgrund des Bedürfnisses die Umnutzung in Sozialwohnungen geprüft – «und festgestellt, dass dies mit vernünftigen Mitteln möglich ist».

Für die 190'000 Franken sollen im Obergeschoss eine Dusche und eine Küche eingebaut werden. Im Dachgeschoss ist der Einbau von zwei Dachfenstern und einer Dusche vorgesehen. Daneben wird auch die Raumeinteilung angepasst.

Weiter ist im ehemaligen Gemeindehaus auch ein Zimmer geplant, das für die kurzfristige Unterbringung von notbedürftigen Personen genutzt werden kann. Das Erdgeschoss, das schon seit dem Umzug der Gemeindeverwaltung leer steht, bleibt frei.

Sozialwohnungen erhöhen Flexibilität

Ersatzräumlichkeiten für die Spielgruppe brauche es wohl nicht, so Kalt. Die Betreiberin habe ohnehin vorgehabt, in den nächsten ein bis zwei Jahren aufzuhören und ziehe dies nun möglicherweise etwas vor.

Oliver Kalt ist überzeugt, dass sich die Investition mittelfristig rechnet. «Bis in etwa zehn Jahren wäre sie amortisiert», sagt er. Zudem betont er, dass durch die Sozialwohnungen in einer gemeindeeigenen Liegenschaft die Flexibilität erhöht würde.

Durch die beiden grossen Wohnungen sei es zudem weiterhin möglich, das Ziel zu verfolgen, Flüchtlingsfamilien aufzunehmen. Die zentrale Lage in der Nähe der Schul- und Sportanlage sei dafür ebenfalls geeignet. Stimmt der Souverän an der Gemeindeversammlung dem Kredit zu, wolle man das Projekt zügig umsetzen, so Kalt weiter.

Verwandtes Thema:

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

Meistgesehen

Artboard 1