Gansingen

So soll das neue Schulhaus aussehen – die Kosten sind noch offen

In Gansingen wurde das Siegerprojekt für das neue Schulhaus vorgestellt. Der Projektierungskredit folgt in «nützlicher Frist».

Im November 2018 genehmigte die Gemeindeversammlung von Gansingen einen Kredit für einen Studienauftrag bezüglich Sanierung oder Neubau des Schulhauses von 145 000 Franken. Daraufhin bewarben sich sechs Architekturbüros, fünf kamen in die engere Wahl.

Das Rennen machten die Architekten Ralph Blättler und Gilles Dafflon aus Zürich. Ihre Studie, die nicht von einer Sanierung, sondern von einem dreistöckigen Neubau ausging, erachtete eine Arbeitsgruppe um Studienleiter Walter Tschudin als die am besten Geeignete.

Arbeitsgruppe favorisiert Neubau

Warum, erklärte Vizeammann Urban Erdin, Ressort Bildung und Schule, an einer gut besuchten Informationsveranstaltung am Montagabend. «Der Hauptpunkt ist der modulare, klar eingeteilte Aufbau», sagte er, «das Gebäude bietet Flexibilität auch im Hinblick auf die Lehrformen». Erdin weiter: «Wenn in 50 Jahren alle Stricke reissen, könnten wir das Gebäude aushöhlen und Wohnungen hinein bauen.»

Die Entscheidung der Arbeitsgruppe für einen Neubau erklärte er so: «Kostenschätzungen für eine Sanierung ergaben 1,8 Millionen Franken, aber wir sind zum Schluss gekommen, dass wir uns mehr Gedanken über einen Neubau machen und nicht nur den Schulraum, sondern auch die Aussenanlage betrachten sollten.» Überdies würde ein neues Schulhaus «sicher neue Familien mit Kindern anziehen», so Erdin.

Zu den Kosten für den Neubau, über den die Gansinger Einwohner das letzte Wort haben werden, sagte er: «Wir haben keinen Budgetrahmen gesetzt. Für vier Millionen Franken wird es nicht zu haben sein, es wird aber auch nicht acht Millionen kosten. Es sind noch viele Fragen offen.»

Fragen zum Beispiel, wie das Gebäude überhaupt gebaut werden soll oder wie es beheizt oder klimatisiert wird. «Wir sind nicht kurz vor dem Ausführen, sondern müssen nochmals drüber schauen», stellte Erdin klar. Gemeindeammann Mario Hüsler ergänzte: «Wir müssen keinen Schnellschuss machen.» Es sei wichtig, dass die Bevölkerung über das Projekt spricht und dann «in nützlicher Frist» über einen Projektkredit beraten wird.

Im 1944 erbauten Schulhaus von Gansingen sind derzeit sechs Primarschulklassen mit aktuell 90 Kindern untergebracht. Die Vorteile ihrer Studie stellten die Architekten dar.

Grosser Aussenraum durch neue Ausrichtung

Durch den Abriss des bestehenden Schulhauses (und des Kindergartenpavillons) sowie einer anderen Ausrichtung des Neubaus erstreckt sich ein grosser zusammenhängender Aussenraum über das gesamte Areal entlang des Hangs – was viel Platz bringt für andere Nutzungen.

Optisch werde der Blick auf die Kirche frei und deren besondere Stellung im Dorf verstärkt, während am heutigen Schulstandort ein mit Bäumen umringter Pausenplatz als Rückzugsort entstehe. Der Haupteingang zum neuen behindertengerechten Schulhaus wird durch ein filigranes Vordach akzentuiert.

Auf fünf mal sieben Meter grossen Flächen könnten künftig alle Klassenzimmer und Gruppenräume organisiert werden. «Wir haben den Fokus auf die Wirtschaftlichkeit gelegt», so Architekt Ralph Blättler. Während des Neubaus bliebe das jetzige Schulhaus bestehen, damit der Schulbetrieb aufrecht gehalten werden kann.

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