Rheinfelden

Seine Besitzer zogen weg, Kater Nino blieb – und ist jetzt ein kleiner Instagram-Star

Kater Ninos Besitzer zogen vor einigen Jahren an den Rand der Altstadt von Rheinfelden, nur einige Gassen weiter. Nino aber blieb. Heute ist er in Rheinfelden ein kleiner Star – und wohlbehütet.

Nino ist ein kleiner Star. Hunderte Fotos gibt es von ihm auf der Social-Media-Plattform Instagram – und fast 2200 Menschen verfolgen dort als Abonnenten, was der Rheinfelder Stadtkater so treibt. Der Account «nino_von_rheinfelden» zeigt Nino auf der Sitzbank beim Hotel Schiff, Nino auf dem «Inseli», Nino im Schaufenster eines Ladens. Und seit einigen Monaten auch: Nino im Stadtbus. Denn der rote Kater lässt sich manchmal sogar über die Rheinbrücke chauffieren.

Jolanda Schaffner lacht, als sie davon erzählt. Sie ist Inhaberin des Geschenke- und Dekorationsladens «Wohnhuus» in der Marktgasse und kennt Nino seit Jahren. In ihrem Laden sitzt er ab und zu im Schaufenster und schaut dem Treiben auf der Gasse zu. Es ist eines seiner Lieblingsplätzchen, seit er hier in der Altstadt lebt.

Er blieb einfach

Ninos Besitzer zogen vor einigen Jahren an den Rand der Altstadt, nur einige Gassen weiter. Nino aber blieb. «Trotz mehrmaliger Versuche, ihn an sein neues Zuhause zu gewöhnen, ist er immer wieder zurückgekommen», sagt Schaffner. So nahmen sich die Altstadtbewohner und die Ladenbesitzer dem Kater an – und haben ihm gleich mehrere Zuhause geschaffen.

Eine Familie in der Altstadt bietet ihm nachts einen Unterschlupf, sie betreibt auch den Instagram-Account. Im Restaurant Feldschlösschen am Rhein ist sein Impfausweis hinterlegt, sollte es mal einen medizinischen Notfall geben.

Und auch sonst gibt es kaum ein Lokal, wo er nicht willkommen wäre. Gerade jetzt, in der kalten Jahreszeit, schätzt Nino das sehr. «Er hält sich im Moment auch tagsüber gerne in den Läden auf und hält ein Nickerchen», sagt Schaffner. Und wenn die Sonne dann rauskommt, sucht der Kater sich irgendwo draussen ein warmes Plätzchen, etwa auf der Sitzbank beim Hotel Schiff.

Gefüttert wird Nino an mehreren Orten – manchmal steckt ihm auch ein Passant ein «Leckerli» zu. «Er weiss genau, wer etwas für ihn dabei hat», sagt Schaffner. Und auch, was die Streicheleinheiten angeht, kommt Nino sicher nicht zu kurz.

Beliebtes Fotosujet

Der Stadtkater und seine Geschichte haben es im letzten Frühling schon ins Magazin «Tierwelt» geschafft – prompt auf die Titelseite. Im Januar widmet ihm ausserdem das «Schweizer Katzenmagazin» einen grossen Artikel.

Die Berichte und die Fotos auf Instagram haben den Stadtkater inzwischen zu einer kleinen Berühmtheit gemacht. «Es kommen immer wieder Leute in den Laden und fragen nach ihm, auch Auswärtige», erzählt Schaffner. Nino ist dann ein beliebtes Fotomotiv.

Und der Kater geniesst die Aufmerksamkeit. «Wenn er gut aufgelegt ist, posiert er sogar regelrecht für die Fotos», sagt Schaffner mit einem Lachen. Überhaupt: «Nino ist eine ausgeglichene und ruhige Seele. Er beisst und kratzt nicht. Wird es ihm mal zu viel, geht er einfach weg.»

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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