Laufenburg
Schweizer Kost oder doch amerikanische Küche? Die Gastro-Szene im Ort ist im Wandel

In Laufenburg werden noch zwei Wirte gesucht: Das «Castillo» und die «Probstei» sind noch zu haben. Für das «La Roccia» ist die Nachfolge geregelt, im XL-Zentrum hat die «Erne Chuchi» eröffnet.

Marc Fischer
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Mit der «Erne-Chuchi» gibt es im Laufenburger XL-Zentrum wieder ein Restaurant.

Mit der «Erne-Chuchi» gibt es im Laufenburger XL-Zentrum wieder ein Restaurant.

Marc Fischer

Im vergangenen Oktober schlossen in Laufenburg gleich zwei Restaurants ihre Türen: das «Castillo» beim Wasentor und das «La Roccia» im XL-Zentrum. In den Räumlichkeiten des «La Roccia» ist mittlerweile bereits wieder Leben eingekehrt. Die Erne AG führte zunächst für gut drei Monate ein Pop-up-Restaurant, nach einer mehrwöchigen Pause hat die «Erne Chuchi» nun im März definitiv ihren Betrieb aufgenommen. «Es ist gut angelaufen», sagt Nicole Brunella von der Erne-Gruppe. «Es spricht sich rum, dass das Restaurant wieder geöffnet ist.»

Als Geschäftsführer amtet Christoph Erne. Mit Ignazio Balzano und Rosario Pappalardo kochen in der «Erne Chuchi» zwei Köche, die bereits in Laufenburg und Bad Säckingen tätig waren und in der Region bekannt sind. Komplettiert wird das Team von zwei Service-Angestellten.

Das Lokal ist von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Es bietet zwei täglich wechselnde Menüs und hat daneben auch Crêpes und Piadinas im Angebot. «Es ist ein Restaurant für jedermann», betont Brunella, keineswegs nur eine Kantine für Erne-Mitarbeiter. «Auch wenn wir natürlich hoffen, dass die Belegschaft das Restaurant auch nützt.» An Wochenenden oder Feiertagen kann die «Erne-Chuchi» für private Anlässe gemietet werden.

Suche nach einem Pächter läuft

Noch nicht erfolgreich war die Pächtersuche nach der Schliessung des «Castillo» im Erdgeschoss des Hotels Bahnhof. «Wir sind nach wie vor am Suchen», sagt Silvia Blaser. Sie verwaltet die Liegenschaft und führt im Obergeschoss das Hotel Bahnhof garni.

«Wir hatten einen konkreten Interessenten mit einem guten Konzept. Doch letztlich sei es zu keinem Vertragsabschluss gekommen. Das Objekt stosse auf Interesse, so Blaser weiter, es gebe immer wieder Anfragen und Gespräche.

«Am ehesten schwebt mir derzeit Schweizer Küche vor oder ein Restaurant, das in Richtung American Style geht», so Blaser. Wichtig sei, dass die Interessenten ein klares und spannendes Konzept mitbringen.

«Probstei»: Gespräche laufen

Wie Blaser ist auch Guido Maier noch auf der Suche nach einem Pächter für die «Probstei» in der Laufenburger Marktgasse. Der Vertrag mit der derzeitigen Pächterin Manuela Imhof läuft Ende April aus und wird nicht verlängert. Auch bei Maier sah es lange Zeit gut aus: «Ein Interessent hat sich kurz vor Vertragsabschluss zurückgezogen», so Maier. Möglicherweise habe er kurz vor dem Schritt in die Selbstständigkeit kalte Füsse bekommen.

Das Lokal mit den 35 Innen- und den rund 20 Aussensitzplätzen ist deshalb weiterhin ausgeschrieben. «Ziel ist es, dass wir einen Wirt finden und die ‹Probstei› auch künftig ein Restaurant bleibt», so Maier. Er ist sich bewusst, dass das Umfeld in Grenznähe nicht einfach ist. «Aber wenn ein Pächter Herzblut einbringt, ist es sicher machbar.»

Es sei auch durchaus denkbar, dass der künftige Wirt der «Probstei» zusätzlich die ehemalige Backstube und das ehemalige Ladenlokal der Bäckerei Maier, die sich in der Nachbarliegenschaft befinden, nutzt.

Dies biete Raum für neue Ideen und Konzepte, ist Guido Maier überzeugt. Als Beispiel nennt er etwa einen Pächter, der in der ehemaligen Backstube sein eigenes Bier braut. Gespräche mit Interessenten seien derzeit im Gang, spruchreif sei allerdings noch nichts.

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