Schwaderloch
Schwaderloch rudert sich nach einem Jahr Pause aufs Podest

Am Wochenende fanden die Schweizer Meisterschaften der Pontoniere in Murgenthal statt. Es ist der erste Wettkampf seit über einem Jahr. Die Pontoniere von Schwaderloch waren die besten Fricktaler und belegten den zweiten Rang.

Simon Widmer
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Die Pontoniere von Schwaderloch belegten an den Schweizer Meisterschaften den zweiten Platz.

Die Pontoniere von Schwaderloch belegten an den Schweizer Meisterschaften den zweiten Platz.

Alex Frei

Nach mehr als einem Jahr Unterbruch war es am vergangenen Wochenende endlich so weit: Es fand wieder ein Pontonier-Wettkampf statt. An den Schweizer Meisterschaften in Murgenthal massen sich die Sportler.

Die Pontoniere Schwaderloch haben dabei aus dem Fricktal am Besten abgeschnitten und konnten den sensationellen zweiten Rang ergattern, geschlagen nur vom Organisator Murgenthal selbst. Nico Häusler, Präsident der Pontoniere Schwaderloch, sagt:

«Wir sind sehr zufrieden. Dass uns nur das Team mit Heimvorteil schlagen konnte, ist phänomenal!»

Diese gute Leistung kam nach einem durchwachsenen Jahr. Häusler erklärt: «Wir konnten wegen Corona im letzten Jahr nicht trainieren.» Auch im 2021 sei der normale Trainingsalltag erst seit Mai wieder möglich, vorher habe man gar nicht oder nur in spezifischen Gruppen von maximal 15 Personen trainieren können.

Ein aussergewöhnlicher Wettkampf

Nicht nur die Vorbereitung für die Schweizer Meisterschaften waren aussergewöhnlich, sondern auch der Wettkampf selbst. Weil aufgrund der Pandemie ein Schutzkonzept beachtet werden musste, durften die einzelnen Sportler und Vereine erst eine Stunde vor ihrem jeweiligen Start anreisen. Dadurch konnten sie die Wettkampfstrecke nicht vorher inspizieren. Häusler meint dazu: «Normalerweise sind wir zwei bis drei Stunden vor dem Start da und schauen uns den Kurs an. Dann können wir immer auch anderen Teilnehmern zusehen und uns einige Dinge abschauen. Dieses Jahr konnten wir das nicht oder nur sehr kurz.»

Es sei das erste Mal gewesen, dass solch eine Einschränkung vorhanden war. Häusler nimmt es aber nicht als etwas Schlechtes, denn er sagt:

«Dadurch haben alle die gleichen Voraussetzungen und es macht es sehr spannend. Man muss mehr Dinge spontan entscheiden.»

Dieses Jahr waren auch die Wetterbedingungen beim Wettkampf sehr aussergewöhnlich. Durch die starken Regenfälle der letzten Woche war der Wasserstand der Aare extrem hoch, wodurch erst am Samstag Morgen definitiv entschieden werden konnte, ob das Turnier überhaupt durchgeführt wird. Das viele Wasser stellte auch für die Athleten eine Herausforderung dar. Nico Häusler sagt:

«Durch das viele Wasser hat es eine stärkere Strömung und es ist tiefer. Damit sind alle Disziplinen etwas anders. Auf Hochwasser kann man sich nicht vorbereiten.»

Am Wochenende vom 28. und 29. August findet mit dem Glanzenburg-Cup in Dietikon nochmals ein Pontonier-Wettkampf statt, doch dann ist auch schon wieder Schluss mit Turnieren für dieses Jahr. Ein Programmpunkt steht trotzdem noch in der Agenda der Schwaderlocher: Das jährliche Fischessen, das vom Mai in den September verschoben wurde. Häusler erklärt: «Für uns als Verein ist das Fischessen der wichtigste Event des Jahres.»

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