Schule
Die Fricktaler Schulen planen in diesem Winter wieder Ski- und Schneesportlager – wenn nötig mit Zertifikat und Tests

Nachdem im vergangenen Winter viele Schulen wegen der Pandemie auf Ski- und Schneesportlager verzichteten oder verzichten mussten, sieht es in diesem Winter wieder besser aus: Vielerorts laufen die Planungen für die Lager auf Hochtouren. Allerdings gibt es noch immer gewisse Unsicherheiten.

Nadine Böni
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Nach einer Zwangspause im vergangenen Winter planen viele Schulen und Lagerkommissionen wieder Ski- und Schneesportlager.

Nach einer Zwangspause im vergangenen Winter planen viele Schulen und Lagerkommissionen wieder Ski- und Schneesportlager.

Laurent Gillieron / KEYSTONE

Die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) erlebte im vergangenen Winter eine traurige Premiere: Das Schneesportlager konnte erstmals nicht stattfinden. Grund war, wenig überraschend, die Coronapandemie – allerdings nicht direkt: Die Fideriser Heuberge, also das Skigebiet im Bündnerland, das die Schule traditionellerweise besucht, machte in der Saison 2020/21 wegen der Pandemiebeschränkungen gar nicht erst auf. Der Entscheid fiel für die Rheinfelder Schule allerdings zu kurzfristig, als dass sie noch eine Alternative hätte finden können.

Umso grösser ist nun die Freude, dass es diesen Winter wieder zu klappen scheint. «Geplant ist das Schneesportlager in der ersten Sportferienwoche im Februar – wie immer in den Fideriser Heubergen», sagt Schulleiter Beat Petermann. Auch andernorts im Fricktal stecken Schulleitungen und Skilagerkommissionen mitten in den Planungen für die Lager. Unter anderem etwa in Möhlin und Frick. Niklaus Bamert, Präsident der Lagerkommission Frick, sagt:

«Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir werden wieder unser Bestes geben, zwei erfolgreiche Lager durchzuführen.»

In der Woche vom 20. bis 26. Februar soll es für die Fricker Primarschule auf die Fiescheralp im Wallis und für die Oberstufe nach Arosa im Kanton Graubünden gehen.

Noch stehen die Lager auf wackeligen Beinen

Wobei «soll» derzeit das entscheidende Wort ist, denn: Ob die geplanten Ski- und Schneesportlager dann auch tatsächlich durchgeführt werden können, ist angesichts der unbeständigen Lage bezüglich Pandemie und den damit verbundenen Vorschriften noch offen. «Wenn übergeordnet Weisungen erlassen werden, dass Lager nicht möglich sind oder wenn die Unterkunft keine Lager durchführen will oder kann, müssen wir auf das Schneesportlager 2022 verzichten», sagt KUF-Schulleiter Beat Petermann.

«Unser Anspruch ist es, die Lager für alle Teilnehmenden – also Schülerinnen und Schüler wie Betreuungspersonen – so sicher wie möglich und vertretbar durchzuführen», sagt Niklaus Bamert. Die Taktik ist klar: Die Organisatorinnen und Organisatoren warten mit dem Entscheid über die Durchführung möglichst lange ab, um zu wissen, welche Vorgaben von Bund und Kanton dann tatsächlich gelten.

Es gibt wohl eine Zertifikatspflicht

Beachtet werden dabei nicht nur die Vorschriften des Kantons, sondern auch der lokalen Behörden und Bergbahnen. Niklaus Bamert sagt:

«Welche dies genau sein werden, können wir erst kurz vor dem Lager aufgrund der dann geltenden Regeln beschliessen. Corona hat uns gelehrt, dass wir flexibel bleiben müssen.»

Derzeit wahrscheinlich ist aber eine Zertifikatspflicht. Diese wird vom Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau bei Teilnehmenden über 16 Jahren «dringend empfohlen», ebenso ein negatives Testergebnis bei Teilnehmenden unter 16 Jahren, sofern sie nicht geimpft oder genesen sind. «An diese Empfehlungen werden wir uns halten», sagt Astrid Zeiner, Schulleiterin der Sekundar- und Realschule in Möhlin.

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