Fricktal

Salzabbau in Muttenz kommt nicht – wird nun im Fricktal mehr gefördert?

Die Schweizer Salinen müssen ohne Salz aus der Rütihard in Muttenz BL auskommen. Das Projekt wird für mindestens 20 Jahre sistiert.

Die Schweizer Salinen müssen ohne Salz aus der Rütihard in Muttenz BL auskommen. Das Projekt wird für mindestens 20 Jahre sistiert.

Projekt zu Salzgewinnung unter der Rütihard wird sistiert. Dafür könnte die Förderung in der Saline Riburg hochgefahren werden.

Die Schweizer Salinen AG hat das Projekt zur Salzgewinnung unter der Rütihard in Muttenz BL per sofort sistiert und für mindestens 20 Jahre zurückgestellt. Eigentlich hätte an dem Standort die Soleförderung etwa um das Jahr 2025 beginnen sollen. Um die Versorgungssicherheit auch ohne das bisher eingeplante Salz aus der Tiefe unter der Rütihard zu gewährleisten, erarbeitet die Geschäftsleitung in den kommenden Monaten alternative Szenarien, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heisst.

Eines dieser Szenarien könnte sein, dass im Bedarfsfall die Maschinen am Standort Riburg zeitweise länger laufen und damit die Produktion hochgefahren wird, wie Unternehmenssprecherin Nicole Riethmüller sagt. In der Saline Riburg können bis zu 50 Tonnen Salz pro Stunde produziert werden. «Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden allenfalls Importe aus dem Ausland nötig sein», so Riethmüller weiter. Auf den Import wolle man jedoch, soweit es geht, verzichten, da die Versorgung mit Salz aus einheimischer Produktion ökonomisch und ökologisch besser sei. Zudem habe die Pandemie deutlich vor Augen geführt, dass eine vom Ausland autonome Versorgung die Ressourcen garantiere, wenn in Krisensituationen auf Importe kein Verlass sei, wie es in der Mitteilung heisst.

Um die Salzversorgung der Schweiz langfristig sicherstellen zu können, verfolgt das Unternehmen auch schon seit geraumer Zeit die Verlängerungen der auslaufenden Konzessionsverträge mit den Kantonen Aargau und Basel-Landschaft. Die bisherigen Vereinbarungen laufen noch bis 2025 und sollen um weitere 50 Jahre verlängert werden, so Riethmüller. (az)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1