Rheinfelden
Toni Marroni macht jetzt Glacé – und zügelt vorerst in den Augarten

Über den Winter verkaufte Mustafa Mustafai alias Toni Marroni heisse Marroni in der Rheinfelder Altstadt. Für den Sommer hat er sich nun etwas neues überlegt: Softeis. Den Verkauf startet er am 24. April mit einer kleinen Show – und vorerst im Augartenquartier.

Nadine Böni
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Patrick Müller, Betreiber des Quartierkiosks im Augarten, und Mustafa Mustafai alias Toni Marroni (rechts). Mustafai verkauft ab 24. April Softeis im Kiosk von Müller.

Patrick Müller, Betreiber des Quartierkiosks im Augarten, und Mustafa Mustafai alias Toni Marroni (rechts). Mustafai verkauft ab 24. April Softeis im Kiosk von Müller.

Nadine Böni / Aargauer Zeitung

Toni Marroni hat sich in Rheinfelden in kurzer Zeit bereits einen Namen gemacht. Über die Wintermonate verkaufte er an seinem kleinen Stand vor dem Storchennestturm heisse Marroni – und beglückte seine Kundinnen und Kunden dabei nicht nur mit leckeren Früchten, sondern auch mit seinem lockeren Auftreten, einem Scherz hie und da oder einem kurzen Schwatz. Das kam an.

Die Marronisaison ist nun aber vorbei. Mustafa Mustafai – so heisst Toni Marroni mit richtigem Namen – hat sich deshalb bereits etwas Neues überlegt: Über die Sommermonate möchte er Softeis verkaufen. «Das ist eine von vielen Ideen, mit denen ich mich beschäftige. Jetzt möchte ich es einfach mal ausprobieren», sagt er. Die entsprechende Maschine hat er bereits angeschafft. Und seit einigen Wochen testet er daheim die besten Rezepturen. Er erklärt:

«Ich starte wohl mit den Klassikern Vanille und Schokolade, möchte aber bei den Sorten immer etwas abwechseln.»

Auch fruchtige und exotische Geschmacksrichtungen sollen ab und zu im Angebot sein, Erdbeer oder Zitrone und Mango etwa. Dazu kommen verschiedene «Toppings», mit denen das Softeis noch verfeinert werden kann, beispielsweise Caramel- oder Himbeersauce.

Übergangslösung im Kiosk

Für seinen Softeis-Verkauf hat Toni Marroni eigens ein kleines Elektromobil angeschafft. Noch fehlt aber unter anderem ein geeigneter Standort dafür. Vorerst verkauft er sein Eis deshalb im Quartierkiosk im Rheinfelder Augarten. Dessen Betreiber Patrick Müller erzählt:

«Wir haben gemeinsam mögliche Standorte diskutiert. Da brachte er den Vorschlag, dass er als Übergangslösung doch hier starten könnte – und ich habe spontan zugesagt.»

Sie verstünden sich privat wie geschäftlich sehr gut, sagen die beiden. «Wir freuen uns, wenn wir gemeinsam loslegen dürfen», so Müller. Er ist überzeugt, dass Toni Marroni dem Augartenquartier einen Mehrwert bringen könne. «Er sorgt sicherlich für Unterhaltung.»

Am 24. April geht es los

Los geht es am Samstag, 24. April – tatsächlich mit Unterhaltung. Mustafa Mustafai plant zur Eröffnung nämlich eine kleine Show. Er steckt bereits mitten in den Vorbereitungen. «Es gibt eine ganze Checkliste, die ich derzeit abarbeite», sagt er.

Die Vorfreude auf den Start ist ihm anzumerken – auch wenn es für ihn persönlich gerade in den ersten Tagen wohl hart werden dürfte: Mustafai praktiziert den Ramadan, isst und trinkt derzeit tagsüber also nichts. «Da wird es mir schwer fallen, den ganzen Tag leckeres Softeis zu verkaufen», sagt er mit einem Lachen. Aber:

«Ich habe Spass am Kontakt mit den Menschen, an den spontanen Gesprächen und lustigen Begegnungen. Ich mache das mit Herz und Leidenschaft.»

Dereinst möchte er mit seiner Softeis-Maschine und seinem Elektromobil – oder in den Wintermonaten mit dem Marronigrill – auch bei Kindergeburtstagen, Firmenfeiern oder anderen Events aufschlagen. Die Ideen gehen ihm so schnell jedenfalls nicht aus.