Rauchverbot

Rauchverbot auf Spielplätzen? – Unterschiede in den Fricktaler Gemeinden

Rauchen bei Rutschbahnen ist in verschiedenen Fricktaler Gemeinden verboten. (Symbolbild)

Rauchen bei Rutschbahnen ist in verschiedenen Fricktaler Gemeinden verboten. (Symbolbild)

Während in Laufenburg auf Spielplätzen keine Zigaretten erlaubt sind, verzichtet Rheinfelden auf ein Verbot.

Im Kanton Baselland versucht die Abteilung Gesundheitsförderung des Amts für Gesundheit, die Gemeinden dazu zu bewegen, dass auf Spielplätzen künftig nicht mehr geraucht wird. Ein entsprechendes Projekt sei in Ausarbeitung, gab die Behörde Ende Mai bekannt. Erste Gemeinden sollen bereits nach den Sommerferien kontaktiert werden.

Bereits einen Schritt weiter ist man im Kanton Aargau. Seit 2016 ist die erste Pilotphase des Projekts «Gesundheitsförderung in Spielräumen» im Gang. Das Projekt wird durch das Naturama Aargau, Fachstelle Bildung, geleitet und umgesetzt. Dies geschieht im Auftrag des kantonalen Tabakpräventionsprogrammes des Departements Gesundheit und Soziales. Projektleiterin Katja Glogner sagt, es gehe nicht um Verbote, sondern um das verantwortungsvolle Handeln und die Sensibilisierung der Bevölkerung.

Unachtsam weggeworfene Zigarettenstummel oder Flaschen könnten zu einer Gefahr für spielende und herumkrabbelnde Kinder werden, die sich während des Spielens auch Gegenstände in den Mund schieben. «Erwachsene tragen gegenüber Kindern eine grosse Verantwortung», so Glogner und führt das Passivrauchen und die Vorbildfunktion als weitere Aspekte an, die für rauchfreie Spielplätze sprechen.

Von den sechs Spielplätzen des Pilotprojekts befindet sich keiner im Fricktal. Dennoch gibt es auch hier bereits rauchfreie Spielplätze – etwa auf den acht Spielplätzen in Laufenburg und im Ortsteil Sulz. «Auf allen Spielplätzen ist eine Spielplatzordnung mit entsprechenden Regeln aufgehängt. Eine Regel ist unter anderem das Rauchverbot», sagt der Laufenburger Gemeindeschreiber Marco Waser. Auch in Zeiningen gilt auf den Spielplätzen ein Rauchverbot, das auf einer Tafel vermerkt ist.

In Frick gilt auf den Schularealen inklusive Spielplätzen ein Rauch- und Alkoholverbot, wie der Fricker Gemeindeschreiber Michael Widmer sagt. Auch hier werden die Vorgaben auf Hinweisschildern kommuniziert. Und auch in Möhlin gilt gemäss Gemeindeschreiber Marius Fricker auf Schularealen ein Rauchverbot.

Keine Probleme in Mettauertal

Gar im Polizeireglement verankert ist im Bezirk Rheinfelden, dass auf Spielplätzen kein Hanf konsumiert werden darf. Einer entsprechenden Ergänzung stimmten die Vertragsgemeinden der Regionalpolizei unteres Fricktal letztes Jahr zu (die AZ berichtete). «Das Hanfverbot wurde auf Anregung der Regionalpolizei eingeführt, weil es in der Praxis nicht möglich ist, legalen CBD-Hanf von illegalem THC-Hanf zu unterscheiden», sagt Repol-Chef Hansueli Loosli.
Die politischen Vertreter sämtlicher Repol-Gemeinden seien einstimmig der Ansicht, dass Drogen auf Schul- und Kindergartenarealen und auf Spiel- und Sportplätzen unerwünscht sind. «Daher ist das Verbot im Polizeireglement aufgenommen worden und somit auch ohne Beschilderung gültig», so Loosli. Dennoch wurden in Rheinfelden rund 30 Tafeln montiert, auf denen unter anderem auf das Hanfverbot hingewiesen wird. Auch Alkohol ist auf den Arealen untersagt. Nicht verboten ist dagegen das Rauchen. «Bis jetzt ist dies durch keine Seite als problematisch erachtet worden», sagt Loosli.

Kein Rauchverbot herrscht auch auf den Spielplätzen der Gemeinde Mettauertal. Diese wurden in den letzten Jahren neu gestaltet und den Elementen gewidmet. Zwar gibt es auch in Mettauertal eine Tafel mit Ge- und Verboten. Die Benutzer werden darauf etwa darauf aufmerksam gemacht, dass der Abfall in den Abfallkübel gehört und dass keine Hunde auf dem Spielplatz erwünscht sind. «Wir hatten bislang nie Probleme mit Rauchen oder Alkoholkonsum auf den Spielplätzen», so der Mettauertaler Gemeindeschreiber Florian Wunderlin. Zudem gebe es auch Grillstellen auf den Spielplätzen, sodass man das Rauchen beim gemütlichen Zusammensein nicht verbieten wollte. «Wir vertrauen dabei auf den gesunden Menschenverstand», so Wunderlin.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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