Kaiseraugst

Rassistischen Zettel verbreitet: Busse wegen Diskriminierung

Anti-Rassismus-Demo in Genf (Archiv)

Im Bild: eine Anti-Rassismus-Demo in Genf (Symbolbild)

Anti-Rassismus-Demo in Genf (Archiv)

In Kaiseraugst sorgte Ende Juni ein rassistischer Zettel mit der Nachricht «Schweine und Zigoiner nicht wilkommen» für Empörung. Dieser hing am Eingang eines Wohnblocks aus.

Auch in der Facebook-Gruppe «Kaiseraugst lebt» schlug der Vorfall hohe Wellen. Dort schrieben die User etwa: «Sprachlos. Würd ich melden.» Oder: «Nur noch traurig die Welt.» Eine Frau, die aus Ungarn stammt und in der betroffenen Liegenschaft wohnt, sagte gegenüber der AZ damals, dass sie sich nach dieser Aktion nun in ihrem eigenen Zuhause unwohl fühle.

Angela Mattli, Kampagnenleiterin der Gesellschaft für bedrohte Völker, sagte kurz nach dem Vorfall, dass man Anzeige erstatten werde. Sie sah im Vergleich einer Volksgruppe mit Schweinen einen Verstoss gegen die Rassismus-Strafnorm. «Rassistische Vorfälle dürfen nicht unter den Teppich gekehrt, sondern müssen angeprangert und geahndet werden», äusserte sie sich damals.

Zwischenzeitlich wurde der Urheber der Plakate ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen, wie «20 Minuten» berichtet. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg habe den Urheber wegen Rassendiskriminierung per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen und einer Busse von 90 Franken verurteilt.

Der Beschuldigte hatte angegeben, sich zu der Aktion hinreissen zu lassen weil der Liftspiegel und eine Wand im Erdgeschoss stark verschmutzt worden seien. (az)

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