Fricktal

Pharma-Riese Roche baut aus – und finanziert gleich noch eine neue Busspur

Die Baustelle von Roche in Kaiseraugst neben der Autobahn in Kaiseraugst.

Die Baustelle von Roche in Kaiseraugst neben der Autobahn in Kaiseraugst.

Zwischen Rheinfelden und Kaiseraugst soll die Buslinie neu geführt werden, um Verspätungen zu vermeiden. Im Sommer kommt das Projekt vor die Gemeindeversammlung.

Derzeit baut die Roche ihren Firmensitz in Kaiseraugst aus. Ein neues IT-Innovationszentrum ist im Bau. In rund einem Jahr sollen in Kaiseraugst rund 3200 Menschen für das Pharmaunternehmen arbeiten, derzeit sind es noch rund 2200. Eine «sehr erfreuliche Entwicklung» für die Region sei dies, sagt der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin. Die zusätzlichen Arbeitsplätze bringen aber auch «einen gewissen Mehrverkehr» mit sich.

Autobahnanschluss umfahren

In einer Vereinbarung zwischen dem Bundesamt für Strassen, dem Kanton Aargau, den Gemeinden Kaiseraugst und Rheinfelden sowie der Roche wurden deshalb verschiedene Massnahmen vorgesehen, mit welchen dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen begegnet werden soll. «Dazu zählen im Bereich des öffentlichen Verkehrs zusätzliche Haltestellen und Fahrplanverdichtungen in den Hauptverkehrszeiten», so Erdin weiter. Ein wichtiger Bestandteil ist darüber hinaus eine «Eigentrassierung des öffentlichen Verkehrs zwischen Kaiseraugst und Rheinfelden». Heisst konkret: Die Buslinie 84 zwischen Rheinfelden und Kaiseraugst soll auf einem separaten Trassee geführt werden.

Bereits heute kommt es auf dieser Linie nämlich in den Hauptverkehrszeiten gelegentlich zu Verspätungen, die hauptsächlich durch die Verkehrsüberlastung im Umfeld des A3-Anschlusses Rheinfelden West verursacht werden. «Dadurch können die Zug-Verbindungen am Bahnhof Rheinfelden nicht immer gewährleistet werden», weiss der Rheinfelder Stadtschreiber.

Damit die Fahrplanstabilität künftig wieder gewährleistet ist, soll der Bus zwischen der Roche ab Challereweg in Kaiseraugst und dem Augarten in Rheinfelden auf einem separaten Trassee geführt und der Autobahn-Anschluss mit seinen zwei Kreiseln umfahren werden.

Roche trägt die Kosten

Die Kosten der Eigentrassierung trägt die Roche, wie Roger Erdin erklärt. Und: Die Stadt Rheinfelden und die Gemeinde Kaiseraugst haben vereinbart, dass die Federführung bei der Erarbeitung des Projekts beim Stadtbauamt Rheinfelden liegt. Die Projektierungsarbeiten sind laut Erdin derzeit im Gang. «Wir gehen davon aus, dass wir der Einwohnergemeindeversammlung im Sommer 2017 den Baukredit unterbreiten können.»

Ein Beschluss der Gemeindeversammlung Rheinfelden ist erforderlich, da die Stadt als Bauherrin auftreten wird, auch wenn das Projekt durch die Firma Roche finanziert wird und teilweise auf Boden der Gemeinde Kaiseraugst liegt.

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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