Bezirksgericht Rheinfelden

Ohne Billett gefahren und Beamte beleidigt: Das kommt den Rentner nun teuer zu stehen

Das Bezirksgericht Rheinfelden verurteilte einen 77-Jährigen.

Das Bezirksgericht Rheinfelden verurteilte einen 77-Jährigen.

Das Urteil gegen einen Rentner, der im Jahr 2016 unter anderem mehrfach ohne ein Billett Auto gefahren ist, Beamte beleidigt und auch noch sein Auto vom Polizei-Parkplatz entwendet hat, ist gefallen.

Dem 77-Jährigen werden vom Bezirksgericht Rheinfelden 90 Tagessätze à 30 Franken bedingt auferlegt. Zudem erhält er noch eine Busse von 925 Franken. Auch die Verfahrenskosten von rund 3300 Franken und seine Anwaltskosten muss er übernehmen. Wie sich nach dem Prozess vom 24. Februar herausstellte, ist er nur vermindert schuldfähig. Dies attestiert ihm ein Gutachten.

Nur 1500 Franken im Monat

«Das Gericht hat berücksichtigt, dass der Angeklagte von 1500 Franken im Monat lebt. Für ihn ist es immer noch eine hohe Strafe», sagt Gerichtsschreiber Michael Steger.

Zum Zeitpunkt seiner Delikte befand sich der Rentner in einem Tief. Er trank viel Alkohol, zudem drohte ihm auch noch der Rauswurf aus seiner Wohnung. Sein erwachsener Sohn hatte sich bei ihm einquartiert und belästigte die Nachbarn. Der Druck, seine Wohnung zu verlieren, führte beim Rentner zu einem Umdenken. Seit Mitte 2016 ist er polizeilich nicht mehr auffällig geworden. (MGM)

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