Gewerbe

Nordschweizer Unternehmerpreis: Zwei Fricktaler KMU sind nominiert

Die Solvias AG aus Kaiseraugst und die Häring-Gruppe aus Eiken gehören zu den sechs Finalisten für den Prix SVC Nordschweiz.

Das Unternehmernetzwerk Swiss Venture Club (SVC) vergibt am 28. November zum neunten Mal den Prix SVC Nordschweiz. Mit dem Preis zeichnet der SVC «vorbildliche KMU der Region aus, die durch ihre Produkte und Dienstleistungen, durch ihre Innovationen, ihre Firmenkultur, die Qualität der Mitarbeitenden und des Managements sowie durch einen nachhaltigen Erfolgsausweis und eine regionale Verankerung überzeugen», wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Auswahl der Kandidaten wird von einer Expertenjury übernommen. Den Unternehmen selbst ist es nicht möglich, sich um eine Nomination zu bewerben.

Innovative Lösungen mit dem Rohstoff Holz

Zu den bisherigen Preisträgern gehören etwa folgende Firmen mit Fricktal-Bezug: die Kuratle Group AG (3. Preis 2017) und Käsers Schloss AG (4. Preis 2009). In diesem Jahr sind gleich zwei Fricktaler Firmen nominiert: die Häring-Gruppe mit Sitz in Eiken und Muttenz sowie die Solvias AG in Kaiseraugst.

Ebenfalls nominiert sind brack.ch des Fricktaler Unternehmers Roland Brack, die BSI Business Systems Integration AG aus Baden, die Basler Burckhardt + Partner AG und die Zaugg Maschinenbau AG aus Schönenwerd.

Die Häring-Gruppe ist seit 140 Jahren in Familienbesitz, setzt auf den Rohstoff Holz und ist ein «führendes Unternehmen für Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienbranche», wie der SVC im Firmenporträt schreibt. Im Jubiläumsjahr sei man ohnehin schon in Feierstimmung, sagt CEO Oscar Elias.

«Die Nomination ist eine Freude und Ehre. Es zeichnet uns aus und macht uns stolz, von 100 Unternehmen zu den sechs Finalisten zu gehören.» Seit 2012 ist Eiken der neue Hauptsitz der Gruppe. Von den 140 festangestellten Mitarbeitern arbeiten 100 im Fricktal – Tendenz steigend, wie Elias sagt.

Man verfüge aktuell «über ein historisch gutes Auftragsbuch», das für 2020 einen grossen Umsatzsprung ermögliche. «Entsprechend werden wir auch noch mehr Personal anstellen», so der CEO.

Die Solvias AG ist 1999 durch ein Management-Buy-out entstanden. «Wir sind ein integriertes Auftragsforschungsunternehmen, das mehrheitlich chemische Analytik oder biologische Analysen von Pharmazeutika, Bio-Tech- und Med-Tech-Produkten oder sogenannten Zell- und Gentherapeutika macht», erklärt CEO Karen Huebscher.

400 Mitarbeiter in Kaiseraugst

Anfang 2011 verlegte die Solvias AG den Geschäftssitz von Basel nach Kaiseraugst und beschäftigt dort mittlerweile rund 400 Mitarbeiter. Hinzu kommen rund 150 Mitarbeiter in Basel und im französischen Hombourg. «Solvias ist also stark im trinationalen Life Science Valley vertreten», so Huebscher

Auch sie freut sich über die Nomination. Sie sei eine Anerkennung an alle Mitarbeiter für ihren Einsatz und die Passion für die Wissenschaft, sagt Huebscher. «Die Nomination zeigt auch, dass die strategische und geschäftliche Entwicklung der letzten Jahre auch nach aussen sichtbar ist und anerkannt wird.»

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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