Neuer Rundweg
«Laufenburger Acht» biegt auf Zielgerade ein: Erlebnisstationen sollen bis Ende Jahr den Uferweg zieren

Die Haltestellen am Rheinufer sollen spielerisch Wissen über die Stadt und den Rhein vermitteln. Auch die virtuelle Realität kommt zum Einsatz. Mit der 6,2 Kilometer langen Schleife durch die Stadt am Rhein entlang, soll der Tourismus gestärkt werden.

Dennis Kalt
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Die Laufenbrücke bildet neben dem Kraftwerk und der Hochrheinbrücke einen von drei Übergängen der «Laufenburger Acht».

Die Laufenbrücke bildet neben dem Kraftwerk und der Hochrheinbrücke einen von drei Übergängen der «Laufenburger Acht».

Gerry Thoenen (Juni 2016)

Der 6,2 Kilometer lange Rundweg durch die beiden Laufenburg entlang des Rheins mit drei Übergängen, die sogenannte «Laufenburger Acht», biegt auf die Zielgerade ein. Für die Erneuerung der Wanderwege entlang des Rheins auf Schweizer Seite bewilligte der Souverän 2017 einen Kredit über 347'000 Franken.

Neben der baulichen Erneuerung des Rundwegs – etwa dem Anbringen neuer Geländer am Ufer oder einer Ausbesserung der Oberfläche – werden auf der Schweizer Seite insgesamt sechs Haltepunkte aus massivem Stahl errichtet, an denen gekurbelt, geklettert, geguckt und etwas über die Stadt und den Rhein gelernt werden kann. Gemäss Bauverwalter Raffael Weiss würde dadurch der Naherholungsort und die Natur erlebbar und der Verweildauer gesteigert. Er sagt:

«Vorausgesetzt, die Bewilligungsverfahren laufen zügig ab und die Witterung spielt mit, können die Stationen etwa im Spätherbst realisiert werden.»

So wird es etwa im Bereich des Schwimmbades eine Station «Fischfang im Rhein» geben. An dieser können Kinder mit einer Vorrichtung Darstellungen verschiedener Fische herausangeln und damit spielerisch den Fischbestand im Rhein kennen lernen. An einer anderen Station ist ein Hörspiel angedacht, bei dem Anekdoten aus dem alten Laufenburg zu hören sind. Weiter Richtung Altstadt soll eine Station mit einem Optikmodul entstehen. Weiss sagt:

«Blickt man durch dieses Richtung Laufenbrücke, wird ein Bild eingeblendet, wie es dort vor 250 oder 100 Jahren aussah.»

Die Stationen, so Weiss, seien relativ robust aus einem Material, das vandalismusresistent sei. Etwa, wenn ein Teil der Säule zerkratzt oder mit Farbe beschmiert würde, könne man die Oberfläche einfach abschleifen. «Durch die Witterung gleicht sich das Aussehen der abgeschliffenen Oberfläche dem Rest der Säule wieder an», sagt Weiss.

Neu hat der Rundweg auf Schweizer Seite auch einen Wohnmobilstellplatz beim Schwimmbad. Erneuert wurden auch die Sulzer Klappbänke. Speziell ist hier, dass die Sitzfläche der Bank hochklappt, sobald ein Passant von dieser wieder aufsteht. Weiss sagt:

«So gibt es auch eine trockene Sitzgelegenheiten, wenn es geregnet hat.»

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