Es brauchte einen Sondereffort des ganzen Vereins, damit das alles entscheidende Spiel nicht wortwörtlich ins Wasser fiel. Noch am frühen Mittwochabend war das Kunstrasenfeld auf dem Sportplatz Ebnet in Frick eine einzige Pfütze. Dank vier eigens angekarrten Pumpen wurde das Spielfeld aber doch noch einsatzbereit. Und so konnten wenige Stunden später die Spieler des
FC Frick und dessen Präsident Adrian Köchli den Aufstieg bejubeln.

Herr Köchli, mit dem 3:1-Erfolg gegen den SC Zofingen hat der FC Frick den Aufstieg perfekt gemacht. Wie gross ist die Freude?

Adrian Köchli: Riesig. Die Mannschaft hat sich den Aufstieg verdient. Bis kurz vor Schluss der Saison lag sie auf dem ersten Platz, gab diesen aber noch aus der Hand. Dass es nun im Aufstiegs-Spiel geklappt hat, ist umso schöner.

Wie haben Sie das Spiel verfolgt?

Beim Stand von 1:1 kam bei mir durchaus Nervosität auf. Am Ende aber gewann unsere Mannschaft das Spiel souverän. Die fast 400 Zuschauer waren eine grosse Unterstützung und eine gute Kulisse für die Aufstiegsfeier. Eine Entschuldigung an dieser Stelle an die Nachbarschaft, dass es zwischendurch etwas laut war.

Dann hat die Party lange gedauert?

(Lacht.) Ich war so gegen 3.30 Uhr morgens zu Hause, wobei ich nicht der Letzte war, der ging. Allerdings musste ich als Einziger am Tag nach dem Aufstieg arbeiten. Die Spieler haben allesamt freigenommen. Das zeigt, wie sehr die Mannschaft an sich geglaubt hat.

Nach dem Abstieg 2012 kehrt der FC Frick nun in die 2. Liga zurück. Was bedeutet dieser Aufstieg?

Wir sind endlich wieder da, wo wir hingehören. Der FC Frick ist mit seinen fast 30 Mannschaften einer der grössten Vereine im Aargauischen Fussballverband. Nun gilt es, diese Liga langfristig zu halten.

Wie wollen Sie das schaffen – sind beispielsweise Verstärkungen durch Transfers geplant?

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Transfers vorgesehen. Die Mannschaft ist jung, hat viel Qualität und Potenzial. Sie soll zusammenbleiben, denn wir glauben daran, dass sie auch eine Liga höher bestehen kann. Ein Grossteil der Spieler stammt aus dem eigenen Nachwuchs und identifiziert sich entsprechend mit unserem Verein. Wir sind ein Dorfverein und das wollen wir auch bleiben.

Das Niveau in der 2. Liga ist allerdings höher als in der 3. Liga. Kann der FC Frick da bestehen?

Klar wird es eine Umstellung geben. Im Aargauer Cup hat die Mannschaft aber bereits in dieser Saison gezeigt, dass sie mit den 2. Ligisten nicht nur mithalten, sondern sie auch schlagen kann. Unser Team hat für die neue Saison viele Ziele – ein Abstieg gehört sicher nicht dazu.