Verein für Altersbetreuung

Mit Palliativ Care zu besseren Lösungen als Beihilfe zum Suizid

An der Versammlung kam auch das Thema Freitod in den Alterszentren zur Sprache. (Symbolbild)

An der Versammlung kam auch das Thema Freitod in den Alterszentren zur Sprache. (Symbolbild)

An der Versammlung kam auch das Thema Freitod in den Alterszentren zur Sprache. «Wir möchten nicht, dass bei uns Menschen mithilfe von Exit sterben», war das klare Statement des Vorstandes.

Mit Befriedigung konnte sich die Versammlung des Vereins für Altersbetreuung im Oberen Fricktal (VAOF) vom hervorragenden Gedeihen des gesamten Betriebs überzeugen. Diskussionslos stimmten die zahlreich anwesenden Mitglieder dem Voranschlag für das kommende Jahr zu.

Bei einem Aufwand von rund 21,2 Millionen Franken wird ein knapper Reingewinn von 92 000 Franken budgetiert. Um dieses Ergebnis zu erreichen, muss die Tagestaxe auf Fr. 134.50 angehoben werden.

Es bestehe im Fricktal ein Koordinationsbedarf im Bereich der stationären Pflegebetten, führte Vereinspräsident Bernhard Horlacher bei der Erläuterung der strategischen Ziele aus.

Deshalb habe der Vorstand, entgegen seiner ursprünglichen Meinung, beschlossen, im Moment auf die Planung eines dritten Pflegeheims zu verzichten. Es gelte im Bereich der Altersbetreuung auch den steten Wertewandel zu beobachten, meinte Horlacher weiter. Als Beispiel nannte er die Diskussionen um den Freitod in Alterszentren.

«Wir möchten nicht, dass bei uns Menschen mithilfe von Exit sterben», äusserte er sich dazu unmissverständlich. Man habe deshalb unter der Leitung des Vorstandsmitglieds und Arztes Markus Aellig eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der ganzen Problematik befasst. Wie Markus Aellig gegenüber der az ergänzte, will man mithilfe der sogenannten Palliativ Care bessere Lösungen als die Beihilfe zum Suizid zu finden.

Neue Projekte

Man wolle Transparenz auf dem Wohnungsmarkt im Vereinsgebiet schaffen, indem diejenigen Alterswohnungen erfasst werden, die hindernisfrei sind, erläuterte die stellvertretende Geschäftsführerin Sabine Gallert verschiedene Projekte.

So werde im Moment an einem Konzept gearbeitet für ein Angebot von temporären Pflegebetten im Alterszentrum Laufenburg. Für ein Pilotprojekt «Betreutes Wohnen zu Hause» suche man eine Gemeinde, die bereit zur Mitarbeit ist.

Vom Alterszentrum «Bruggbach» in Frick aus bietet man in den dortigen Alterswohnungen ab dem kommenden Jahr den sogenannten «Spitin»-Dienst an. Dies bedeutet, dass anstelle der Spitex inskünftig bei Krankheit und Unfall die Betreuung durch Personal des Alterszentrums übernommen werde, erzählte Zentrumsleiterin Madeleine Dörflinger.

Über den Baufortschritt in der Laufenburger «Klostermatte» orientierte Zentrumsleiter Heinz Stucki. Mitte Mai eröffnet die Demenzstation ihre Pforten. Abschliessend gab Präsident Horlacher bekannt, dass man in den nächsten Tagen die Baubewilligung für die Alterswohnungen am Bahnhof Laufenburg erwarte. Bereits würden 16 Anmeldungen vorliegen.

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