Axpo Trading AG

Mit dem letzten EGL-Mann verliert Laufenburg 250000 Franken

Strom-Leitzentrale der heutigen Netzbetreiberin Swissgrid in Laufenburg. Das Gebäude gehört noch der Axpo.

Strom-Leitzentrale der heutigen Netzbetreiberin Swissgrid in Laufenburg. Das Gebäude gehört noch der Axpo.

Vor elf Jahren hat die Axpo die Stromdrehscheibe Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) übernommen. Hunderte von Mitarbeitern zügelten ins Nachfolgeunternehmen Axpo Trading AG nach Dietikon. Jetzt wird auch der Sitz ins Limmattal verlegt.

Die 1956 gegründete Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) erlangte als nationale und europäische Stromdrehscheibe unter dem Begriff «Stern von Laufenburg» grosse Bedeutung. Mit der Trennung von Netz und Handelgeschäft im Jahr 2000 wurde die Geschäftsführung der Axpo Trading AG von Dietikon aus geführt.

250000 Franken Steuereinnahmen fliessen ab

In den Boomjahren des Stromhandels 2008 und 2009 waren bis zu 500 Leute für die Firma tätig, jetzt sind es noch rund 300 in Dietikon. Axpo-Finanzchef Martin Schwab gab heute Donnerstag in Frick bekannt, mit dem Wegzug des letzten Mitarbeiters werde per Anfang Oktober auch der Sitz nach Dietikon verlegt. Laufenburg verliert damit Steuereinnahmen von zirka einer Viertelmillion Franken jährlich.

Das Schweizer Stromnetz von 6700 Kilometern Länge wird heute von der Swissgrid betrieben. Das Gebäude in Laufenburg gehört weiterhin der Axpo, die es aber in den nächsten Jahren verkaufen will. Neben vielen Büro-Arbeitsplätzen befindet sich darin weiterhin die Strom-Leitzentrale. Die Swissgrid plant jedoch, die Zentrale und den Sitz bis 2016 in einen Neubau nahe beim Bahnhof nach Aarau zu verlegen.

Nicht gerüttelt wird am Axpo-Hauptsitz mit 800 Mitarbeitenden in Baden. 2014 ist das Unternehmen seit 100 Jahren in Baden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1