Laufenburg Rehmann-Museum

Kunst kennt kein Alter, ist grenzenlos und voller faszinierender Vielfalt

Die künstlerische Museumsleiterin Cornelia Ackermann vor «Kaleidoskop», von Urs Cavelti aus Basel. sh

Die künstlerische Museumsleiterin Cornelia Ackermann vor «Kaleidoskop», von Urs Cavelti aus Basel. sh

Am kommenden Samstag wird die neue Ausstellung «Vielfalt Skulptur - künstlerische Begegnungen am Hochrhein» im Rehmann-Museum eröffnet. Gastredner an der Vernissage ist unter anderem Regierungsrat Roland Brogli.

Das Schaffen von Bildhauer Erwin Rehmann scheint unendlich. Ein Teil dieser Unendlichkeit, eine Auswahl einer bisher noch nie gezeigten Werkgruppe aus den Jahren 1970/1971 wird der neuen Ausstellung «Vielfalt Skulptur - Künstlerische Begegnungen am Hochrhein» zu sehen sein. Rehmanns Arbeiten bilden die Grundlage der am kommenden Samstag eröffnenden Ausstellung. «Vielfalt Skulptur» hält, was der Name verspricht. Insgesamt acht Künstler aus den Kantonen Aargau, Baselland, Schaffhausen sowie aus Freiburg im Breisgau (Deutschland) werden die Museumsbesucher in eine faszinierende Kunstvielfalt entführen.

Ihre Arbeiten sind zwar nicht dreidimensional. Dennoch passt das Kunstschaffen von Eva Früh aus Waldshut bestens in das Konzept der neuen Ausstellung. In zurückliegenden Wochen war sie Dauergast im Hause Rehmann. Hat das Ausstellungshaus mit Tuschestift auf insgesamt 288 A4-Zeichnungen festgehalten. An drei Wänden werden diese Bilder nun zu sehen sein. Bilden im Raum einen neuen Raum. Mit «Augen aus der Landschaft» führt der wie Erwin Rehmann mit Metall arbeitende Vincenzo Baviera aus Beggingen im Kanton Schaffhausen die Betrachter auf ganz spezielle Wege. Aus recycelten Tankdeckeln schafft er eine Art Landkarte. Daneben zeigt er eine Gruppe von menschengrossen «Stehdrehern».

Steine in Bewegung

Der Lörracher Steinbildhauer Bernd Goering verleiht Steinen Bewegung, bringt sie in Fluss. Er schneidet Steine, fügt sie leicht verschoben wieder aneinander. Dadurch bekommt die sonst so starr und unbeweglich scheinende Materie eine ganz eigene Dynamik, die Schwerkraft wird zweitrangig. In das Ausstellungskonzept fügen sich nahtlos und gleichwohl wieder eine ganz eigene Faszination ausstrahlend die Objekte von Urs Cavelti aus Basel ein. Bei «Kaleidoskop» einer raumgreifenden Skulptur voller Spiegel wird der Museumsbesucher Teil des Werkes, verliert und findet sich in der Architektur des Kunstwerkes wieder.

Gross und raumfüllend kommt auch die Abformung einer rund 100-jährigen gefällten Platane daher. Geschaffen wurde diese Skulptur von Jens Reichert aus Freiburg im Breisgau. In Laufenburg werden weiter von ihm auch plastische Arbeiten, hergestellt aus Wellpappe zu sehen sein. Einen Kontrapunkt zu herkömmlichen Bildhauermaterialien bilden die Installationen der in Baden lebenden Künstlerin Andrina Jörg. Sehr filigran und von der Natur inspiriert präsentieren sich ihre aus alltäglichen Wegwerfartikeln wie beispielsweise Plastikgabeln oder Kabelbinder gefertigten Objekte. Das Kunst-Schaufenster im Rehmann-Museum wird dieses Mal von Andrea Gerber aus Windisch bestückt.

An der Vernissage, 2. Februar, 18 Uhr, werden Regierungsrat Roland Broglie und die Bürgermeister-Stellvertreterin Laufenburg DE Gabriele Schäuble Grussbotschaften überbringen. Die Ausstellung dauert mit diversen Begleitveranstaltungen bis und 7. Juli 2012.

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