«Wir starten ins sechste Jahr der Kultschüür, und ja, wir leben immer noch», sagte Martin Willi vor fast vollem Haus. In fünf Jahren habe die Kultschüür 164 öffentliche Veranstaltungen abgehalten, so Willi, «und die Zuschauerzahlen zeigen auf, dass wir auf dem richtigen Weg sind».

Auf dem richtigen Weg bleiben die Kultschüür und der gleichnamige Verein ziemlich sicher mit dem neuen Jahresprogramm, das schon am heutigen Montagabend um 20 Uhr mit einem Auftritt von Máire Breatnach, einer Vertreterin der keltischen Bardenzunft, und Thomas Loefke an der Harfe aufwartet. Am Sonntag darauf geht es mit der Musik-Kult-Matinee morgens um 11 Uhr weiter. Es treten auf: Rumo und die Fricktaler Muulörgelifründe. Hinter dem Namen Rumo steckt der Sänger und Ukulelist Cedric Hasler. In der Kultschüür wird er begleitet von einer aus Fredy Hasler, Oliver Rothen und Roland Hasler bestehenden Band. Nach der Pause ist die Bühne frei für die Fricktaler Muulörgelifründe. Am Freitag, 1. Februar, bieten Charles Lewinsky, Judith Stadlin und Michael van Orsouw einen, so das Programm, «Lehrgang über Theorie und Praxis des Umgangs mit Arschlöchern» an. Kurztitel: «Der A-Quotient». Das Ganze komme «gleichermassen unterhaltend wie erhellend daher», heisst es.

Martin Willi bezeichnete das Jahresprogramm an der Saisoneröffnung als «attraktiv». Attraktiv deshalb, weil es aus einer Mischung von Theater, Musik, Film, Literatur und Bildender Kunst besteht. Das seit 2003 agierende hauseigene Theaterensemble Wiwa spielt gegen Jahresende das Stück «Vier scharfe Richterinnen», doch Theater gibt es auch davor zu geniessen: Vom 21. bis 23. März mit dem Theater-Dreierlei, das ein Improvisationstheater und Aufführungen durch das Teatro Mobile sowie das Basalttheater Basel beinhaltet.

Club de Cinéma wird fortgeführt

Fortgeführt wird der erst letztes Jahr ins Leben gerufene «Club de Cinéma», ein Kleinkino, das hochklassige Filme präsentiert. Los geht es am 26. Februar mit dem Klassiker «Der dritte Mann». Übers Jahr werden sechs Kinofilme gezeigt. Hinzu kommen zwei Auftaktveranstaltungen: Am 8. März wird Markus Manfred Jung, erster Burgschreiber zu Laufenburg, in der Kultschüür vorgestellt, am 16. Mai fällt der Startschuss zum Jubiläumsjahr des seit 20 Jahren bestehenden Aargauer Liedermacherfest «Troubadix».

«Wir können regional bekannte und international erfolgreiche Künstler nach Laufenburg holen», freute sich Martin Willi am Samstag. Zum Saisonauftakt spielte das Trio «Gino e amici» mit Gino Olivito, Christian Sommer und Urs Leu auf. Das Theater Wiwa zeigte in einer Kleinbesetzung mit Mario Geng, Lukas Bannier, Katharina Theurer und Christel Imhof das Stück «Zartbitter oder wann ist nichts nichts?». Geschrieben hat es Mario Geng.