Laufenburg

Kultur kehrt ins Städtchen zurück: Nach Filmmatinee plant Kulturausschuss Konzerte

Mit Abstand geniessen: Bald finden in der  Laufenburger «Badstube» wieder Konzerte statt.

Mit Abstand geniessen: Bald finden in der Laufenburger «Badstube» wieder Konzerte statt.

Ganz ohne Konzerte und Kabarett vergeht der Sommer auch in Zeiten von Corona nicht. Der Laufenburger Kulturausschuss plant zwei Freilichtkonzerte in der «Badstube» – die «Kultschüür» startete derweil mit einer Filmmatinee.

Die Kultur in Laufenburg nimmt langsam wieder Fahrt auf. Zwar fällt der grenzüberschreitende Grossanlass «Fliessende Grenzen» coronabedingt ins Wasser– ganz ohne Konzerte und Kabarett wird der Sommer im Bezirkshauptort jedoch nicht über die Bühne gehen. So sind etwa in der «Badstube» am Wochenende vom 15. und 16. August zwei Freilichtkonzerte angedacht. «Wir wollen mit der Veranstaltung für unsere Kunstschaffenden eine Lanze brechen und ihnen wieder eine Bühne geben», sagt Renata Vogt, Vorsitzende des Kulturausschusses beider Laufenburg.

Während am Samstag voraussichtlich Mundartmusik, Country und Blue Grass zu hören sein wird, steht am Sonntag der Gig unter dem Motto «Mittelalter und Sagen». Zwischen 80 und 100 Zuschauer sollen Platz auf der Festwiese finden. «Die Karten gibt es nur auf Voranmeldung», so Vogt. Und es gelten weitere Regeln: Zwischen den Zuschauerinnen und Zuschauern müsse der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Das Programm, das rund 90 Minuten dauert, wird ausserdem ohne Pause durchgespielt. Auf den Ausschank und auf Speisen wird verzichtet.

Um die «Badstube» bespielbar zu machen, bedarf es lediglich des Aufbaus eines Podests, das als Bühne fungiert, sowie einer angemessenen Beschallung, um gegen das Wasserrauschen anzukommen. Die Preise für die Tickets stehen bisher noch nicht fest. Denkbar sei auch, während der zwei Gigs eine Kollekte durchzuführen. «Jeder gibt das, was er für angemessen hält», sagt Vogt.

Die Auftritte werden aufgezeichnet

Von Stadtammann Herbert Weiss sei der Vorschlag gekommen, von den Veranstaltungen Videoaufzeichnungen zu machen und diese dann ins Netz zu stellen, damit auch Kulturfreunde, die nicht dabei waren, sich das anschauen können. Einen Livestream werde es jedoch nicht geben, da die Mittel begrenzt seien, so Vogt.

Bereits am Wochenende vom 1. und 2. August sind zwei Veranstaltungen in der Codman-Anlage auf badischer Seite geplant. Anders als in der «Bad­stube» braucht es hier keinen Aufbau einer Bühne. Diese ist bereits vorhanden.

Auch das Eventlokal Kultschüür in der Altstadt hat sein kulturelles Programm wieder aufgenommen. Eine «Film­matinee» fand schon statt, weitere Anlässe sind im August geplant. Gemäss Schutzkonzept dürfen vorerst nur rund 40 Zuschauer für eine Veranstaltung zugelassen werden – die Räumlichkeiten bieten im Normalfall Platz für 70 Zuschauer. «Aufgrund dieser Tatsache werden wir die Veranstaltungen meist mit einem Defizit abschliessen», sagt Betriebsleiter Martin Willi. Diese Defizite versuche er, aus der Kasse auszugleichen. «In den letzten Jahren durften wir auf treue Sponsoren zählen und konnten uns ein Polster anschaffen», so Willi.

Die Veranstaltungen wolle man durchführen, um den bereits verpflichteten Künstlern eine Auftrittsmöglichkeit zu bieten und um dem Publikum das Leben mit Kultur zu versüssen, sagt Willi. «Denn ohne Kultur stirbt des Menschen Seele.»

Autor

Dennis Kalt

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