Rettung

Kuh Belinda büxt aus und springt in den Rhein – und treibt bis nach Deutschland

Kuh Belinda ist vom Sennhof in Laufenburg ausgebüxt, in den Rhein gesprungen – und rettete sich ans deutsche Ufer. Da die Böschung zu steil war, musste sie von hier mit Einsatzkräften geborgen werden.

Bereits vor fast einem Jahr wurde ein Kalb vor dem Ertrinken im Rhein gerettet. Auch diesen Donnerstag kam es wieder zu einer Rettung. André Brutschi, Bauer vom Sennhof erklärt, dass er auf seinem Hof drei Betriebszweige hat. Einer davon ist die Quarantäne für Importrinder von Österreich, Deutschland und Holland. Die Tiere sind bei ihm auf dem Hof für acht Wochen in Quarantäne. Erst am Mittwoch kam eine trächtige Kuh, die Brutschi Belinda nennt, auf seinen Hof. «Aus Österreich ist sie angereist», sagt er.

Nachdem die trächtige Kuh Belinda den Weidezaun auf der Wiese vor dem Hof durchbrochen hatte und zirka 200 Meter über das Grundstück gerannt war, wie André Brutschi berichtet, sprang die Kuh in den Rhein. «Da der Rhein ein mittleres Hochwasser gehabt hatte und die Strömung dementsprechend stark war, wurde die Kuh auf dem Rhein bis zur Codman-Anlage auf deutscher Seite abgetrieben», berichtet der Bauer. Dort konnte sich die Kuh selbstständig ans steile Ufer retten. Brutschi machte sich sofort auf den Weg zu seiner Kuh, um zu schauen, wie er ihr helfen kann. Da Brutschi wegen des steilen Geländes aber nicht hinkam, suchte er Unterstützung von der Polizei und der Feuerwehr. Auch das Technische Hilfswerk wurde mit dem Boot mit alarmiert.

«Ich hatte einen riesigen Schock»: Bauer André Brutschi über die Kuhrettung auf dem Rhein

«Ich hatte einen riesigen Schock»: Bauer André Brutschi über die Kuhrettung auf dem Rhein

Die Bootsbesatzung nahm in der Codman-Anlage den Landwirt und einen Polizeibeamten an Bord. Mit dem Feuerwehrboot konnte der Bauer dann zu Belinda gebracht werden und «ihr eine Schleife um den Kopf legen, sowie eine Schwimmweste anbinden, um sie so gut wie möglich retten», berichtet er. Als dann auch das Boot vom THW vor Ort war, konnte die Kuh schwimmend zur Slipstelle am Kraftwerk auf Schweizer Seite geschleppt werden, wo sie am Ufer völlig erschöpft ankam.

«Der Einsatz war aufgrund des Hochwassers nicht ungefährlich und schwierig zu meistern», erklärt Feuerwehrkommandant Markus Rebholz in seinem Bericht.
Belinda hat das Abenteuer unverletzt überlebt. Sie ist wohlauf zurück im Stall auf dem Sennhof.

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