Möhlin

Keine schriftliche Abstimmung: Wichtige Entscheide an der Gmeind wohl erst nach den Sommerferien

In Möhlin beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Szenario einer Verschiebung.

In Möhlin beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Szenario einer Verschiebung.

Der Gemeinderat prüft eine Verschiebung der Einwohner­gemeindeversammlung im Juni. Wegen der gewichtigen Traktanden solle zur Meinungsbildung eine Versammlung geben, sagt der Gemeindeammann Fredy Böni.

Eigentlich stünde der Gemeinde Möhlin im Juni einmal mehr eine bedeutsame Einwohner­gemeindeversammlung bevor. Gleich zwei wichtige Themen stehen auf der Traktandenliste für die nächste Versammlung: ein Kredit für die Sanierungen des Primarschulhauses Fuchsrain und des Bezirksschulhauses sowie die Testplanung für den Entwicklungs- und Wohnschwerpunkt nahe des Bahnhofs. Nur: Noch ist unklar, ob und wie die Gemeindeversammlung überhaupt stattfinden kann. Es sei nicht auszuschliessen, dass die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus über den 19. April hinaus verlängert werden müssen, schrieb die kantonale Abteilung Gemeinden vergangene Woche an die Gemeinden (die AZ berichtete). Das Veranstaltungsverbot hätte zur Folge, dass Gemeindeversammlungen vorerst nicht durchgeführt werden können.

Angesichts der Traktanden ist es kein Wunder, wartet man in Möhlin gespannt auf die nächsten Informationen aus Aarau. Ende April möchte der Gemeinderat entscheiden, ob die Sommergmeind im Juni durchgeführt werden kann oder verschoben wird. Als Ausweichdatum steht «ein Termin nach den Sommerferien» im Raum, sagt Gemeindeammann Fredy Böni. Klar ist: Es soll eine Versammlung geben. «Eine schriftliche Abstimmung ist aufgrund der gewichtigen Traktanden nicht denkbar. Der Gemeinderat möchte einen korrekten Meinungsbildungsprozess gewährleisten», so Böni.

Und so beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Szenario einer Verschiebung. «Wir prüfen derzeit die Auswirkungen einer möglichen Versammlungsverschiebung», sagt Böni. Die Schulhaussanierung soll nach Fertigstellung des Ergänzungsbaus im Steinli und dem Umzug der Bezirksschüler dorthin im Sommer 2021 starten. Und die Testplanung für den Entwicklungsstandort soll noch in diesem Jahr anlaufen. Eine Verschiebung der Gemeindeversammlung auf nach den Sommerferien hätte auf diese Zeitpläne aber wohl noch keinen Einfluss. «Wir gehen davon aus, dass die Terminpläne auch im Falle einer Verschiebung voraussichtlich eingehalten werden können», sagt Böni.

Eine Unsicherheit besteht derweil auch beim 13-Millionen-­Ergänzungsbau für die Oberstufe. Im Februar starteten dort die Bauarbeiten. Derzeit laufen sie planmässig, rund 18 Monate Bauzeit sind veranschlagt. Allerdings: «Verzögerungen aufgrund einer Baustellenschliessung oder aufgrund ausbleibender Baumaterialien können nicht ausgeschlossen werden», sagt Böni.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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