Kaisten
Mit Spanisch holte sie den Traum-Notenschnitt – jetzt aber soll es in die Biologie gehen

Ihr Zeugnis lässt sich sehen: Mit einem Gesamtdurchschnitt von 5,5 schliesst Helen Bergk das Gymnasium ab. Die Kaisterin wird dafür sogar mit dem Baselbieter Maturandenpreis ausgezeichnet. Nun startet sie schon bald in ihr Studium in Biologie. Und hofft, wieder etwas mehr Zeit für ihr Hobby zu finden – Bücher schreiben.

Nadine Böni
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Die Kaisterin Helen Bergk hat das Gymnasium mit einem Notenschnitt von 5,5 abgeschlossen und erhält dafür den Baselbieter Maturandenpreis.

Die Kaisterin Helen Bergk hat das Gymnasium mit einem Notenschnitt von 5,5 abgeschlossen und erhält dafür den Baselbieter Maturandenpreis.

Zvg/Aargauer Zeitung

«Zeit für das Erlernen einer neuen Sprache ist nie verlorene Zeit.» Das sagt Helen Bergk, 19, aus Kaisten. Das war ihr Gedanke damals, als sie vor rund vier Jahren die Bezirksschule in Laufenburg abschloss und es darum ging, für das Gymnasium ein Schwerpunktfach zu wählen. Sie entschied sich also für Spanisch.

Keine schlechte Wahl, lässt sich vier Jahre später bilanzieren: Bergk hat soeben das Gymnasium in Muttenz abgeschlossen – mit einem Traum-Notenschnitt von 5,5 und somit als Preisträgerin des Baselbieter Maturandenpreises. Sie erzählt mit einem Lachen: «Von der Auszeichnung wusste ich gar nichts, bis unsere Klassenlehrerin uns die Abschlussnoten bekanntgab und den Preis dabei erwähnte.»

Eine schöne Überraschung. Eine auch, die Helen Bergk durchaus stolz macht, wie sie sagt:

«Es ist ein schönes Gefühl, dass sich die ganze Arbeit der vergangenen vier Jahre ausbezahlt.»

Denn einfach war es nicht, sich immer wieder von neuem die Energie und Motivation für das Lernen zu finden. Helen Bergk erwähnt dabei vor allem das sogenannte Selbstlernsemester zu Beginn des dritten Gym-Jahres. In den Fächern Mathematik, Deutsch, Französisch und Englisch sowie im Schwerpunktfach werden dabei Inhalte und Unterrichtsziele nach Vorgabe der Lehrpersonen durch die Schülerinnen und Schüler selbstständig erarbeitet.

Von Spanisch zur Biologie

«Ich hatte plötzlich viel frei verfügbare Zeit. Diese richtig einzuteilen, war eine Herausforderung», sagt Bergk. Am Ende wurde vieles erst auf den letzten Drücker fertig. Aber:

«Ich habe dadurch definitiv gelernt, wie wichtig es ist, an einer Aufgabe dranzubleiben und regelmässig daran zu arbeiten.»

Nach der Matura steht für die Kaisterin nun ein neues Kapitel an. Sie hat sich für ein Studium eingeschrieben – in Biologie. Dass sie vor vier Jahren Spanisch wählte, bereut sie aber nicht: «Ich fand es super spannend, eine neue Sprache zu lernen und dabei in die verschiedenen Kulturen der spanischsprachigen Länder einzutauchen», sagt Bergk. Aber: Sie hat auch gemerkt, dass ihr Interesse an Biologie noch viel grösser ist:

«Ich finde die Vielfalt in der Natur sowie die Funktionsweisen von Menschen, Tieren und Pflanzen und ihr Zusammenspiel wahnsinnig faszinierend.»

Einen konkreten Berufswunsch hat Helen Bergk nicht. «Ich möchte zuerst im Studium ankommen und dann sehen, in welche Richtung es mich zieht. Ich lasse mich gern überraschen.» Nur einen Wunsch hat sie für die berufliche Zukunft: «Dass ich einen Beruf finde, den ich mit Freude ausüben kann.»

Pflanzen und Tiere haben es ihr angetan: Nach der Matura startet Helen Bergk ein Biologie-Studium.

Pflanzen und Tiere haben es ihr angetan: Nach der Matura startet Helen Bergk ein Biologie-Studium.

Zvg/Aargauer Zeitung

Ein Hobby, das sie mit Freude ausübt, hat Bergk schon gefunden: Seit ihrer Kindheit erfindet und schreibt sie Geschichten. Als Maturarbeit verfasste sie ihr erstes Fantasybuch. «Die Geschichte hat ein offenes Ende. Es könnte also der erste Teil einer Serie werden», sagt sie lachend. Das Schreiben sei in den vergangenen Jahren etwas zu kurz gekommen. «Jetzt hoffe ich, dass ich dafür wieder mehr Zeit finde.»

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