Kaisten
Grosseinsatz für die Feuerwehr – doch es waren nur Wartungsarbeiten

Ein Passant hatte das kontrollierte Abfackeln von Gas für den Brand eines nahe gelegenen Bauernhofes gehalten. Er rief die 118 an. Daraufhin rückten zahlreiche Feuerwehrleute an.

Hans Christof Wagner
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In Kaisten wurde vergangene Woche kontrolliert Gas verbrannt. Das führte zu einem Fehlalarm bei der Feuerwehr.

In Kaisten wurde vergangene Woche kontrolliert Gas verbrannt. Das führte zu einem Fehlalarm bei der Feuerwehr.

Bild: zvg

Bei der Gas-Reduktionsstation in Kaisten ist es am Donnerstag, 4. Februar, zu einem Fehlalarm bei der Feuerwehr gekommen. Grund für das Ausrücken waren Gasflammen, die ein Passant für den Brand eines nahe gelegenen Bauernhofes hielt.

Etwa alle acht bis zehn Jahre nimmt die Gasverbund Mittelland AG an der durch Kaisten verlaufenden Gasleitung Wartungsarbeiten vor, wie Othmar Näf, der technische Leiter, berichtet. Diese fanden vergangene Woche wieder statt. Um die Leitung auf Schäden abzusuchen, sei ein Reinigungs- und Inspektionsgerät zum Einsatz gekommen, das durch Gasdruck angetrieben wird. Dabei hat sich laut Näf eine grosse Menge Gas in der Leitung angesammelt. Das Gas sei daraufhin abgelassen und über einen Zeitraum von drei Stunden kontrolliert verbrannt worden.

Auch die BASF-Werkfeuerwehr Kaisten war beteiligt

Ein Passant hatte das beobachtet und hatte die Befürchtung, dass ein nahe gelegener Bauernhof brennen könnte. Er alarmierte daraufhin die Feuerwehr, die mit Einsatzkräften aus Kaisten und Laufenburg anrückte, wie Nadine Frei, Kommandantin der Feuerwehr Kaisten, bestätigt. Auch die BASF-Werkfeuerwehr war beteiligt. Frei bewertet den Fehlalarm so:

«Dumm gelaufen, aber lieber einmal zu viel als zu wenig ausgerückt. Und wenn der Hof wirklich gebrannt hätte, hätte man jeden Mann und jede Frau gebraucht.»

Dass es zum Fehlalarm gekommen ist, führt Näf auf ein «Kommunikationsproblem bei den Blaulichtorganisationen» zurück. Gasverbund Mittelland AG habe bereits vor drei Wochen Polizei und Feuerwehr gegenüber mitgeteilt, dass es im Zuge der Wartungsarbeiten zum Abfackeln des Gases kommen werde.