Kaiseraugst
Kaiseraugst trägt jetzt das Label «Energiestadt»

Von den 285 Schweizer Gemeinden, die bisher mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet wurden, ist Kaiseraugst im Aargau die 27. Im Beisein der Bevölkerung fand die Labelübergabe im Rahmen der Dorfplatzeinweihung statt.

Walter Christen
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Dorfplatzfest Kaiseraugst
8 Bilder
Das Label-Zertifikat für die Energiestadt Kaiseraugst
Hier stellen die Schulkinder ihren Festbutton selber her
Regierungsrat Peter C
Der Löwe wacht über dem neuen Kaiseraugster Dorfplatz
Kinderzeichnung in der Ausstellung am Dorfplatzfest
Die ehemalige Regierungsrätin Stefanie Mörikofer aus Kaiseraugst am Fahrsimulator
Spiel und Spass für die Kinder am Kaiseraugster Dorfplatzfest Quelle Walter Christen

Dorfplatzfest Kaiseraugst

Walter Christen

«Das Label gibt es seit 1998. Kaiseraugst macht damit eine gute Entwicklung: Einrichtung des Energiestadtbüros im Gemeindehaus, öffentliche Gebäude im Minergie-P-Standard als Passivhäuser und so weiter. Denn in der Energiepolitik muss heute realisiert werden, was möglich ist. Es kostet etwas, aber in Zukunft wird Energie teurer. Fossile Brennstoffe sollten daher nur noch dort zum Einsatz kommen, wo es kaum eine Alternative gibt. Es muss aber auch die nötige Geduld aufgebracht werden, bis sich die neuen Technologien etabliert haben. Das Label Energiestadt alleine macht noch keine Energiestadt aus, sondern das, was in den Bemühungen zum Energiesparen dahintersteckt», betonte Regierungsrat Peter C. Beyeler und überreichte Gemeinderätin Françoise Moser die Auszeichnung.

Nicht nur Marketingstrategie

Inzwischen leben in der Schweiz 3,83 Millionen Menschen in einer Energiestadt. Alle diese Orte sind Vorreiter für eine innovative Energiepolitik und zeigen, dass sie auch an morgen denken. Deshalb: «Das Sparen von Energie, von wertvollen Ressourcen, ist für uns keine Marketingstrategie, kein Gag», hielt Gemeinderätin Françoise Moser fest, zugleich Präsidentin der Energiekommission. Denn man wolle die gesteckten Ziele umsetzen und rüste sich in der Gemeinde für eine effiziente Energie- und Klimapolitik. Schliesslich habe man sich einer gestrengen Auditprozedur unterzogen. Gegen 90 Kriterien in den Bereichen Entwicklungsplanung, kommunale Gebäude, Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation und Kommunikation wurden analysiert und schliesslich bewertet.

«Hürde mit 53,6 Prozent geschafft»

Von total 426 Punkten, welche Kaiseraugst als Maximum erreichen konnte, musste mindestens die Hälfte gutgeschrieben werden. «Mit 53,6 Prozent haben wir diese Hürde gut gemeistert», freute sich Gemeinderätin Françoise Moser.

Die Vorbereitungen haben etwa zwei Jahre gedauert. Die Abteilung Bau hat mit der Energiekommission und der Gemeindeverwaltung in vielen Arbeitsstunden Informationen zusammengetragen und Massnahmen für eine energieeffiziente und umweltgerechte Gemeindestrategie erarbeitet.

Regula Bachmann von der Energieberatungsstelle Fricktal in Rheinfelden hat bei der Erlangung des Energiestadt-Labels durch Kaiseraugst wesentlich mitgewirkt; sie wurde an der Übergabefeier von Françoise Moser als Dank mit einem prächtigen Blumenstrauss überrascht.

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