Kaiseraugst
Gemeinde sucht seit Monaten den Besitzer dieses Bootsanhängers – jetzt setzt sie ihm eine Frist

Während Monaten stand auf dem Parkplatz des Schwimmbads und Campingplatzes ein alter Bootsanhänger. Weil dieser dort nicht hingehört, hat ihn die Gemeinde Kaiseraugst nun entfernt. Wem der Anhänger gehört, ist allerdings auch nach umfangreichen Abklärungen noch unklar.

Nadine Böni
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Der Anhänger stand monatelang auf öffentlichem Grund.

Der Anhänger stand monatelang auf öffentlichem Grund.

Bild: zvg

Diese Ausschreibung im Amtsblatt ist nicht ganz alltäglich: Die Gemeinde Kaiseraugst sucht den Besitzer eines herrenlosen Bootsanhängers. Der Anhänger stand zuvor über mehrere Monate auf öffentlichem Grund an der Kraftwerkstrasse, genauer: auf dem dortigen Parkplatz West für Besucherinnen und Besucher des Schwimmbads und Campingplatzes.

Wie lange der herrenlose Bootsanhänger genau schon dort stand, ist dabei nicht ganz klar. «Wohl mindestens seit September oder Oktober», sagt Daniel Sonderegger, Leiter Einwohnerdienste der Gemeinde. Er fiel jedenfalls sowohl Mitarbeitenden der Gemeinde als auch Einwohnerinnen und Einwohnern auf. Die Gemeinde startete daraufhin die Suche nach dem Besitzer – wobei sich diese als äusserst schwierig erwies.

Anfrage und Abklärungen liefen ins Leere

Unter der Chassis-Nummer des Fahrzeugs ist nämlich kein Halter verzeichnet. Das haben Abklärungen der Regionalpolizei ergeben. Der auf einer Etikette angegebene Importeur ist ausserdem nicht mehr im Geschäft. Sonderegger sagt:

«Auch verschiedene andere Anfragen und Abklärungen liefen ins Leere.»

Nun versucht es die Gemeinde mit der Ausschreibung im Amtsblatt und bittet auch die Bevölkerung um Mithilfe: Wer weiss, wem der Anhänger gehört, soll sich melden. Sofern bis Ende April keine Eigentumsrechte geltend gemacht würden, gelange der Anhänger zur Verwertung, heisst es in der Ausschreibung.

Ob dem Besitzer möglicherweise auch eine Busse droht oder er allenfalls die entstandenen Kosten für die Suche übernehmen muss, ist noch offen. «Das werden wir mit ihm anschauen, wenn er sich meldet», sagt Sonderegger. Der Gemeinde sei ebenso wichtig, dass die «Sache rasch erledigt ist.»

Inzwischen hat die Gemeinde den Anhänger entfernt und bei den offiziellen Stellplätzen für Bootsanhänger zwischengelagert. Die Chancen, dass sich nach der Publikation jemand melde, sei wohl sehr gering, so Sonderegger.