Laufenburg
Ist der Boden verseucht? Gemeinde Laufenburg prüft Güselhalde im Sulger

Alte Abfalldeponie im Sulger muss eventuell saniert werden. Wenn bis 2017 Sanierungsarbeiten starten, kann die Gemeinde 70 Prozent der Kosten sparen. Der Gemeinderat wartet zu.

Sarah Serafini
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Müll verschiedener Art wurde einst im Sulger entsorgt. (Symbolbild)

Müll verschiedener Art wurde einst im Sulger entsorgt. (Symbolbild)

Keystone

Im ganzen Kanton Aargau gibt es sogenannte «belastete Standorte», Orte also, die durch Schadstoffe oder Abfall verunreinigt sind. Damit die Gemeinden die Sanierung solcher Orte möglichst zügig angehen, unterstützt er diese mit einer Kostenbeteiligung von 30 Prozent – aber nur, wenn die entsprechenden Sanierungsarbeiten bis Ende 2017 begonnen werden.

Auf einem Katasterplan des Kantons sind sämtliche belastete Standorte eingezeichnet, 1200 sind es an der Zahl, wobei aber nicht alle sanierungsbedürftig sind. In denjenigen Gemeinden, wo sich aber untersuchungsbedürftige Standorte befinden, wurden im Mai von der Abteilung Umwelt informiert. Eine davon ist die Gemeinde Laufenburg: Im Wald, in der Nähe vom Ortsteil Rheinsulz, «im Sulger» wurde früher Abfall in einer Grube entsorgt.

Der Kanton rät der Gemeinde, zu prüfen, ob bei diesem Ort Handlungsbedarf besteht. Zwar muss der Laufenburger Gemeinderat nicht zwingend handeln, aber falls die alte Grube sanierungsbedürftig ist und Laufenburg das Problem bis 2017 anpackt, kann die Stadt 70 Prozent der Kosten sparen. Denn nebst den 30 Prozent Kostenbeteiligung durch den Kanton übernimmt auch der Bund 40 Prozent der Ausgaben.

Kanton prüft weitere Orte

Walter Marbot, Gemeindeschreiber von Laufenburg sagt, dass der Gemeinderat derzeit darüber berät, was der weitere Vorgang ist. «Konkrete Abklärungen laufen bisher aber noch nicht.» Zudem müsse ein allfälliger Kredit für Sanierungsarbeiten je nach Höhe noch vor die Gemeindeversammlung. Ob es in Laufenburg weitere belastete Standorte gibt, die untersuchungsbedürftig sind, weiss Marbot nicht. Der Kanton sei derzeit daran, dies abzuklären.

Ein Blick auf den Katasterplan zeigt, dass sich nebst der Grube im Sulger viele weitere rot schraffierte Markierungen auf der Karte befinden, bei denen es sich laut Werner Baumann von der kantonalen Abteilung für Umwelt um alte Ablagerungen handelt. Blau schraffiert sind Betriebsstandorte, wo früher umweltgefährdende Stoffe eingesetzt wurden. Baumann ist der Meinung, dass bei dem Anreiz mit der Kostenbeteiligung durch den Kanton und den Bund sich jede Gemeinde schnell um die Angelegenheit kümmern wird.