Möhlin

In Schulanlage: Gleich zwei Übergriffe von Unbekannten auf Kinder

Auf der Schulanlage Fuchsrain kam es zu den Übergriffen - im Bild das Primarschulhaus.

Auf der Schulanlage Fuchsrain kam es zu den Übergriffen - im Bild das Primarschulhaus.

Innerhalb von wenigen Tagen kam es auf der Schulanlage Fuchsrain in Möhlin zu zwei Übergriffen auf Kinder. Die Polizei ermittelt, die Schulpflege hielt eine Krisensitzung ab.

In Möhlin haben sich innerhalb einer Woche auf der Schulanlage gleich zwei Übergriffe auf Kinder ereignet, teilt die Schulpflege am Mittwoch mit. Der erste Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche. Am Abend des 12. August wurde gegen 20 Uhr ein siebenjähriges Mädchen in der Mehrzweckhalle Fuchsrain von einem männlichen Jugendlichen bedrängt. Es konnte sich losreissen und davonspringen. Das Kind befand sich für ein Vereinstraining in der Halle.

Die Kantonspolizei wurde informiert und nahm die Ermittlungen umgehend auf. Bisher ohne Erfolg. «Ja, wir haben die Eltern über diesen ersten Vorfall mit einem Schreiben informiert», bestätigt Janine Born von der Schulpflege.

Am Dienstagnachmittag wurde dann ein achtjähriger Junge von einem Unbekannten angegangen. Laut Beschreibung handelt es sich dieses Mal um einen zirka 30-jährigen, etwa 1,85 Zentimeter grossen Mann, der einen dunklen Mittelklassewagen fährt.

Zwei Täter, eine Örtlichkeit

Laut Roland Pfister, Mediensprecher bei der Kantonspolizei, handelt es sich um zwei unterschiedliche Täter. «Das einzige, was die Fälle miteinander zurzeit verbindet, ist die Örtlichkeit.»

Die Ermittlungen in beiden Fällen laufen. Der Kapo-Sprecher betont, dass die beiden Vorfälle ernst genommen werden. Gleichzeitig fordert er aber auch dazu auf, Panikmache und Hysterie zu vermeiden. Wichtig sei, die Augen offen zu haben und sofort der Polizei zu melden, wenn etwas Auffälliges beobachtet wird.

Wachsam, aber keine Panik

Wie wichtig das Vermeiden von Panikmache ist, weiss man auch bei der Schulpflege Möhlin. Dennoch gelte es, zu sensibiliseren und die Leute aufmerksam zu machen. «Es ist eine Gratwanderung», so Schulpflegerin Janine Born.

Die beiden Ereignisse auf dem Schulareal werden auf jeden Fall mit grosser Besorgnis registriert. Deshalb hat die Schulpflege am gestrigen Nachmittag eine Krisensitzung einberufen. Daran teilgenommen haben ausser den Schulverantwortlichen auch der schulpsychologische Dienst, die Sozialarbeiterin sowie die Polizei.

Die Eltern werden nun, so Janine Born, in einem weiteren Schreiben informiert. Auch wie sie sich verhalten sollen. «Beispielsweise die Kinder nicht alleine laufen lassen.»

Alle Mitarbeitenden der Schule Möhlin werden zudem um mehr Wachsamkeit auf den Schularealen und in den Gebäuden der Schulanlagen angehalten. Laut Janine Born wird das Thema von den Lehrern in den Klassen aufgegriffen. Besprochen werden nicht die eigentlich die Vorfälle. Vielmehr will man den Mädchen und Buben erklären, was sie in solchen Situationen tun sollen.

«Die Eltern der betroffenen Kinder haben bei der Kantonspolizei Anzeige erstattet. Die Polizei hat ihre Präsenz bei den Schulanlagen bereits erhöht und untersucht die Vorfälle weiter», teilt die Schulpflege mit. Janine Born erklärt weiter, dass auch die Vereine - der erste Vorfall hat sich ja während einer Vereinsaktivität ereignet - mittels Brief für das Thema sensibilisiert werden.

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