Die Raiffeisenbank Regio Frick will sich «auf dem Platz Frick neu positionieren». Sprich: Die Bank gibt den Standort hinter dem Kornhaus auf – das Gebäude wird vermietet oder verkauft – und konzentriert sich auf das Hauptgebäude an der Grubenstrasse, das ehemalige «Greenhouse» und heutige «Raiffeisenhaus».

Da die Bank gleichzeitig wächst – zuletzt durch die Fusion mit der Raiffeisenbank Eiken – und deshalb auch mehr Platz benötigt, müssen die bisherigen Geschäfte im Erdgeschoss bis spätestens im Frühjahr 2016 eine neue Bleibe suchen.

Bereits ausgezogen ist das Modegeschäft Baltis; der Raum wird temporär vermietet. McOptik sorgt ab Herbst im Gebäude der ehemaligen Papeterie Suter im Mitteldorf für Klarsicht.

Und die Rowa Computer AG? Hier ist die Lösung noch nicht ganz in Sicht. Laut Roger Walde prüfe man derzeit verschiedene Optionen, spruchreif sei aber noch nichts. Bei der Suche wird Walde und sein Team von der Raiffeisenbank unterstützt.

«Wir versuchen, für alle Beteiligten eine gute Lösung zu finden», erklärte Marc Jäger, Vorsitzender der Bankleitung, bei der Präsentation des Umbauprojektes. Dieses soll insbesondere sieben Mehr-Werte bringen:

Mehr Platz: Die heutigen Platzverhältnisse beschreibt Jäger als «beengt». Die Arbeitsplätze seien suboptimal und ein Raum für Konferenzen fehle. Das ändert sich, da die Bank nach dem Umbau das ganze Erdgeschoss sowie Räume im ersten und zweiten Obergeschoss belegen wird. Als Mieter im Gebäude bleiben Creative Hairstyle und das Hörzentrum Frick.

Mehr Präsenz: «Wir wollen uns besser präsentieren», so Jäger. Die Bank wird deshalb nach vorne, auf den Platz hin ausgerichtet.

Mehr Vor-Platz: Der defekte Brunnen wird abgerissen, die Terrassierungen entfernt und der Platz offener gestaltet. Dadurch entsteht ein multifunktionaler Raum, der für Begegnungen und zum Verweilen genutzt werden soll. «Wir wollen Frick etwas zurückgeben», sagt Jäger. Ein Wasserspiel «wird geprüft».

Mehr Offenheit: Der Kundenbereich wird offen gestaltet. Beratungsinseln statt Schalter, heisst die Losung. «Eine klassische Schalterhalle will heute niemand mehr», sagt Jäger. Es gilt das «one floor»-Prinzip: Alles, was den Kunden betrifft, spielt sich im Erdgeschoss ab.

Ladestationen für Elektroautos

Mehr als eine Bank: Neu wird im Erdgeschoss auch ein Gastroteil untergebracht. Dieser «fliesst» in den Bankraum; die beiden Bereiche werden physisch nicht voneinander abgetrennt.

Mehr Energieeffizienz: Die Bank will «dem Thema Nachhaltigkeit speziell Rechnung tragen». Die Wärme respektive Kühlung soll eine Wärmepumpe liefern, der Strom kommt vom Dach. Zudem, das stellt alle Elektroauto-Fahrer unter Strom, gibt es zwei öffentliche Ladestationen.

Mehr Vor-Dach: Die Eingriffe am Gebäude will die Bank «so minim wie möglich» halten. Auffälligste Veränderung ist ein Vordach auf der Seite zum Vorplatz.

Die Baueingabe ist laut Jäger erfolgt. Läuft alles rund, ist im November Baustart und die «neue Bank» kann im September 2016 eröffnet werden.