Kaiseraugst

Im Gebüsch lag sogar eine Kaffeemaschine

Daniel Höhener und Françoise Moser (von links) mit Helfenden.

Aufräumaktion in Kaiseraugst

Daniel Höhener und Françoise Moser (von links) mit Helfenden.

Im Frühjahr gibt es Säuberungsaktionen im Dorfgebiet, getragen vom Einsatz vieler Freiwilliger. Und dies schon seit zwölf Jahren, unterstützt von der Gemeinde.

«Der Fötzelitag kommt weiterhin gut an», freut sich die neue Gemeindevizepräsidentin Françoise Moser am Samstagmittag im Werkhof. Und erinnert daran, dass einst Marianne Füglistaller die Aktion ins Leben gerufen hatte. Drei Stunden lang suchten Freiwillige das Gemeindegebiet nach Güsel ab; vornehmer würde es vielleicht auch «Unrat» heissen. Mal abgesehen von den üblichen Getränkedosen und Take-away-Packungen speziell entlang der Hauptstrasse entdeckten die Sauberfrauen- und -männer eine Fülle an Verpackungen. Und hinter Büschen, vermeintlich im Sichtschutz, tauchten sogar eine Kaffeemaschine und eine Fritteuse auf. Kopfschütteln bei Françoise Moser, die vom Sammeleifer der Teams sehr beeindruckt ist.

Etwa neunzig Abfallkübel

Gar nicht lustig findet Daniel Höhener das Resultat. Er arbeitet im Werkhof und ist dort in erster Linie für den Bereich Littering und Abfall verantwortlich. Regelmässig dreht er seine Touren, sammelt aus den «Mistkübeln» den Dreck anderer Zeitgenossen zusammen. «Da kommen pro Woche schon zwischen 600 und 800 Kilo Dreck zusammen», erzählt er der Aargauer Zeitung aus seinem Arbeitsalltag. Und seine Chefin Françoise Moser hört, dass der Abfall kaum im Dorf, also dem alten Teil von Kaiseraugst, entsteht, sondern eher in den Neubaugebieten südlich der Kantonsstrasse. Kommentieren möchten beide die dortige Littering-Situation nicht.

Immerhin gibt es ein Komitee «Sauberes Kaiseraugst», das sich entsprechend der Ziele des Verbandes, wo die Gemeinde Mitglied ist, um «Abfallbewirtschaftung» kümmert. «Solch ein Aktionstag motiviert und sensibilisiert», ist Gemeindevizepräsidentin Moser überzeugt. Und der an der Front arbeitende Daniel Höhener beginnt beispielgebend wochentags um 6.15 Uhr im Bahnhofsbereich, wo auch Bushaltestellen sind, mit seinen Touren. Es gilt, gegen 90 Abfallkübel zu betreuen, schwerpunktmässig aber nur montags und freitags.
Unterstützung findet Höhener derzeit vom Lehrling Martin Unger, ansonsten logistisch auch von Andrea Schmid aus der Bauverwaltung. Zufrieden zeigt sich Françoise Moser, dass Teamgeist herrscht. «Zusammenarbeit ist wichtig, auch an einem solchen Fötzelitag.»

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