Widerstand 5G

IG Rheinfelden-5G übergibt 710 Unterschriften – und plädiert für umweltverträgliche Alternativen

Die IG Rheinfelden-5G übergab 710 Unterschriften an Stadtammann Franco Mazzi (2. v. l.) und Stadtschreiber Roger Erdin (l.).

Die IG Rheinfelden-5G übergab 710 Unterschriften an Stadtammann Franco Mazzi (2. v. l.) und Stadtschreiber Roger Erdin (l.).

Fünf Forderungen beinhaltet das liebevoll verzierte Petitions-Couvert, welches am Montagmorgen dem Stadtammann und dem Stadtschreiber übergeben wurde. Darunter ist die Sistierung der laufenden Baubewilligungsverfahren für die geplanten 5G-Antennen an zwei Standorten.

Das Paket ist schön verziert, mit lila Schlaufe und einigen bunten Herbstblättern. Es beinhaltet die Papierbögen mit den insgesamt 710 Unterschriften, welche die Interessengemeinschaft Rheinfelden-5G in den vergangenen Wochen und Monaten gesammelt hat. Am Montagmorgen übergab eine Delegation der IG die Petition an Stadtammann Franco Mazzi und Stadtschreiber Roger Erdin. «Es geht uns darum, einen gangbaren Weg in die digitale Zukunft zu finden», erklärten Peter Koller und Sandra Mäder, zwei der Hauptinitianten.

Fünf Forderungen in der Petition formuliert

In der Petition hat die IG fünf Forderungen formuliert. Zwei der Forderungen drehen sich um bereits bekannte Standorte in der Stadt. So seien die laufenden Baubewilligungsverfahren der Antennen am Weidenweg und an der Zürcherstrasse bis auf weiteres zu sistieren. Bei der Antenne beim ehemaligen Coop-Gebäude – sie wurde vom Mobilfunkanbieter im sogenannten Bagatellverfahren umgerüstet – müsse Klarheit über deren Leistung geschaffen werden. «Wir möchten wissen, wie diese Anlage tatsächlich betrieben wird», sagte Koller.

Bei drei Forderungen geht es um den allgemeinen Umgang mit der 5G-Technologie sowie allfällige Alternativen dazu. So wird der Stadtrat ersucht, «sich beim Kanton mit seinen Möglichkeiten für ein kantonales Moratorium einzusetzen», so Koller. Die geplante Zonenplanrevision biete zudem die Möglichkeit, die 5G-Technik «in geordnete Bahnen zu lenken».

Weiter fordern die Petitionäre die Stadt auf, «umweltverträgliche Konzepte mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln» zu fördern. Zu prüfen gelte es etwa ein Glasfasernetz im Innenraum, während im Aussenraum die Sendeleistung tief gehalten werden könnte.

Stadtammann Franco Mazzi hörte sich die Ausführungen der IG-Vertreter an und nahm anschliessend die Unterschriften entgegen. «Wir werden die Petition lesen und anschliessend prüfen, ob und welche Möglichkeiten es gibt», sagte er. Allerdings verwiesen Mazzi und Erdin bereits auf den «engen Spielraum», in dem sich Stadt und Kanton bewegen.

Der Bund ist zuständig für den Erlass von Vorschriften über den Schutz des Menschen vor schädlicher oder lästiger nichtionisierender Strahlung. Kantonale oder kommunale Bestimmungen diesbezüglich seien somit kompetenzwidrig.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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