Möhlin

Hier rattert der Zug direkt durch die Weihnachtsbäckerei

Der Zug rattert durch die Weihnachtsbäckerei.

Der Zug rattert durch die Weihnachtsbäckerei.

Ernst und Rita Vasellari gestalten jedes Jahr ein Adventsfenster – diesmal mit Puppen, Guetzli und einem Zug.

Auf Knopfdruck tuckert die Modelleisenbahn los. Die Lok zieht ihre Wagen im Kreis und mitten durch eine Backstube. Mehl und Zucker stehen noch auf dem Tisch, einige Guetzli sind schon fertig. Im Hintergrund läuft Weihnachtsmusik.

Es ist das diesjährige Adventsfenster der Familie Vasellari in Möhlin. Seit über 30 Jahren gestalten Ernst und Rita Vasellari eine festliche und winterliche Szene; es ist jedes Mal einer der Höhepunkte im Möhliner Adventsfenster-Kalender. Als die Familie wegen eines Umbaus am Haus einmal aussetzte, erhielt sie enttäuschte Reaktionen.

«Alles hat in einem kleineren Rahmen angefangen und wurde immer grösser», sagt Rita Vasellari. Mittlerweile beginnen die Vorbereitungen für die Adventfenster schon Wochen, wenn nicht Monate im Voraus. Kein Adventsfenster gleicht dabei jenem aus dem Vorjahr, Vasellaris setzen jeden Advent ein neues Motiv um. «Die Ideen kommen während des Jahres, das Material ist oft schon vorhanden», sagt Vasellari. Seit sie Adventsfenster gestaltet, sammelt sie das verwendete Material und benutzt es in immer neuen Kombinationen. Und wenn doch etwas fehlt, wird es beschafft. So setzt sich Rita Vasellari auch mal selber an die Nähmaschine, um die Puppen mit neuen, zum Motiv passenden Kostümen einzukleiden. Aber auch Freunde helfen mit, bauen ganze Häuserlandschaften, malen Kulissen oder basteln Dekorationen.

Besonders bei den Kindern sorgen die Weihnachtsfenster jedes Jahr für leuchtende Augen und strahlende Gesichter. «Es macht ihnen Spass, wenn sie den Knopf am Fensterrahmen drücken können und der Zug lostuckert», sagt Rita Vasellari und fügt an: «Wir haben einerseits selber Freude am Fenster und andererseits auch Freude, die glücklichen Kinder und Erwachsenen zu sehen.» Der Adventsfenster-Kalender sei eine schöne Tradition, die es verdiene, mit Herzblut umgesetzt zu werden. «Es ist einfach schön, mit dem Fenster etwas Licht in den sonst dunklen Monat zu bringen», sagt Vasellari.

Meistgesehen

Artboard 1