Staffeleggtal

Herznach und Ueken – um die Fusion ist es ruhig geworden

Arbeiten am Zusammenschluss: die Gemeinden Herznach und Ueken.

Arbeiten am Zusammenschluss: die Gemeinden Herznach und Ueken.

Die Arbeitsgruppen arbeiten weiterhin an der Fusion der beiden Gemeinden Herznach und Ueken. Am Stammtisch ist der Zusammenschluss derzeit kein Thema.

Der Fusionszug Staffeleggtal hat Fahrt aufgenommen. Der Fahrplan der Gemeinden Herznach und Ueken sieht vor, dass bis Mai sieben ressortspezifische Arbeitsgruppen – bestehend aus Gemeinderäten, Behördenvertretern und Interessierten aus der Bevölkerung – die Grundlagen für die neue Gemeinde ausarbeiten. Sieben bis zehn Treffen für jede Arbeitsgruppe sind dafür angesetzt. «Ein gewisser Zeitdruck ist da», sagt der Herznacher Ammann Thomas Treyer. Deswegen habe man an der Kick-off-Veranstaltung im Ja­nuar die Arbeitsgruppen aufgefordert, die Sitzungen auch durchzuführen, wenn ein Mitglied verhindert ist. Man sei derzeit auf Kurs, so Treyer. «Alle Gruppen haben sich bisher mindestens einmal getroffen.»

Während in den nächsten Wochen die rund 50 Arbeitsgruppenmitglieder eifrig über Themen, etwa den Namen der Fusionsgemeinde, diskutieren, scheint das Interesse an der Fusion in der Bevölkerung abgeflaut zu sein. So sagt der Herznacher «Löwen»-Inhaber Marcel Suter, dass viele Gäste im Restaurant noch vor der Fusionsabstimmung lebhaft über das Für und Wieder diskutierten hätten. «Mittlerweile ist es um die Fusion am Stammtisch ruhig geworden.» Dies läge nicht nur dran, weil der Drops gelutscht sei, sondern auch daran, dass die Bevölkerung das Gefühl habe, dass die Arbeitsgruppen die Fusion schon richteten.

Für Max Sterchi, Präsident des Vereins Erhalt Buech, ist das abflauende Interesse der breiten Bevölkerung an der Fusion zweit­rangig. Entscheidend sei doch, dass diejenigen Personen aus der Bevölkerung, die Interesse am Fusionsprozess hatten, sich melden konnten und nun aktiv mitwirken können. Sterchi selbst wirkt in der Arbeitsgruppe Gesundheit, Soziales, Vereine und Kultur mit. «In der ersten Sitzung haben wir etwa die Verteilung von Flüchtlingen in den beiden Gemeinden kurz angeschnitten», so Sterchi.

Wichtig für Sterchi ist, dass die Überlegungen, die in die Berichte der Arbeitsgruppen Einzug halten, wohl durchdacht sein müssen. Mit Blick auf die Böztal-Fusion – der für die vier Gemeinden zuerst vorgeschlagene Name «Oberes Fricktal» wurde vom Regierungsrat verworfen – sagt Sterchi, dass man etwa bei der Namensfindung subtil vorgehen müsse, damit man sich nicht blamiere.

Standort-Frage der Schule als Knackpunkt

Als Leiterin der Schule in Herznach ist Ruth Kohler in der Arbeitsgruppe Bildung vertreten. «Knackpunkt und gleich­zeitig ein sehr emotionales Thema ist hier die Standortfrage der Schule.» Mit den Ueker Vertretern einen Konsens zu finden, sei eine Herausforderung, sagt Kohler, die betont, dass die Thematisierung der Standortfrage keinesfalls bedeuten müsse, dass mit der Konstituierung der Fusionsgemeinde einer der beiden Standorte geschlossen werden müsse. «Von der Anzahl der Schüler her sind beide Schulen gross genug», so Kohler.

Autor

Dennis Kalt

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