Sisseln/Münchwilen

Gesuche liegen auf: Die Sisslerfeld-Deponie soll erweitert werden

In der Deponie im Sisslerfeld sollen 290'000 Kubikmeter sauberer Aushub mehr Platz finden, als ursprünglich geplant.

In der Deponie im Sisslerfeld sollen 290'000 Kubikmeter sauberer Aushub mehr Platz finden, als ursprünglich geplant.

In Münchwilen und Sisseln liegen die Baugesuche für die Auffüllung mit weiteren 290'000 Aushub auf.

Seit September 2017 wird im Sisslerfeld die ehemalige Kiesgrube mit sauberem Aushub aufgefüllt. Betrieben wird die Deponie von der Auffüllgesellschaft Sisseln-Münchwilen AG (AGSM). Gut 450'000 Kubikmeter sauberen Aushub plante die Gesellschaft bis ins Jahr 2021 in der Senke zu deponieren. Damit sollte die Grube bis auf ein Niveau für eine künftige Unterkellerung aufgefüllt werden, wie Geschäftsführer Daniel Challandes sagt.

Nun soll die Deponie aber erweitert werden. Entsprechende Baugesuche liegen ab kommender Woche in den Gemeinden Münchwilen und Sisseln öffentlich auf. Mit der Mehrauffüllung könnten weitere 290'000 Kubikmeter sauberer Aushub im Sisslerfeld untergebracht werden, so Challandes.

Kein Platz für eine Unterkellerung nötig

Ein Grund für das Erweiterungsgesuch sei der Deponie-Bedarf im oberen Fricktal. Durchschnittlich fielen hier pro Jahr rund 150'000 Kubikmeter sauberer Aushub an. Davon seien seit der Eröffnung der Auffüllung jährlich rund 100'000 Kubikmeter ins Sisslerfeld gebracht worden, so der AGSM-Geschäftsführer. Insgesamt habe man mittlerweile knapp zwei Drittel des ursprünglich geplanten Füllvolumens erreicht.

Zudem – und dies ist der zweite Grund für die Erweiterung – habe sich im Rahmen der Entwicklungsplanung Sisslerfeld gezeigt, dass Industriebetriebe zumeist keine Unterkellerung wollten, so Challandes. Dies ermögliche nun eine Auffüllung auf das Niveau der Strassen. Durch die Mehrauffüllung bilde das Gebiet zukünftig eine Ebene und entspreche dann dem ursprünglichen Zustand des Sisslerfeld.

Die Erweiterung erfolge in Abstimmung mit der Projektentwicklung, dem Planungsverband Fricktal Regio, den Grundeigentümern und den involvierten Standortgemeinden. Das zusätzliche Deponievolumen wäre voraussichtlich bis 2024 aufgefüllt. «Die gemachten Erfahrungen im Sisslerfeld sind positiv und wir könnten mit der Erweiterung einen willkommenen Puffer schaffen», so Challandes.

Parallel dazu plant die AGSM auch weiterhin im Gebiet «Chremet» in Eiken eine neue Deponie für sauberes Aushubmaterial einzurichten. Eine Eingabe zur fachlichen Stellungnahme wurde beim Kanton eingereicht. «Wir sind intensiv am Planen», sagt Daniel Challandes. «Aber eine gründliche Planung braucht ihre Zeit.»

Klar ist, dass die Deponie «Chremet» nicht bereits im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden kann, wie ursprünglich einmal angedacht. Es dauere sicher noch drei, vier Jahre so der AGSM-Geschäftsführer. Mit der Erweiterung der Deponie im Sisslerfeld könnte dieser Zeitraum überbrückt werden. «Das könnte zeitlich tatsächlich gut aufgehen», so Challandes.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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