Mettauertal

Gemeinde Mettauertal nimmt ökologische Vorbildfunktion wahr

Für Thomas Vetter (l.) und Heinz Knecht (r.), im Bild mit Hildi Ipser und Peter Weber, war es die letzte Versammlung als Gemeinderäte. psc

Für Thomas Vetter (l.) und Heinz Knecht (r.), im Bild mit Hildi Ipser und Peter Weber, war es die letzte Versammlung als Gemeinderäte. psc

Die Gemeinde setzt auf ökologische und nachhaltige Wärmeerzeugung. Die Heizzentrale für einen Wärmverbund wurde mit grossem Mehr angenommen. Thomas Vetter und Heinz Knecht wurden an ihrer letzten Versammlung als Gemeinderäte verabschiedet.

Bereits im Juni hatte die Gemeindeversammlung einem Verpflichtungskredit für die Verlegung der Fernwärmeleitungen über 190000 Franken zugestimmt. Der zweite, am Freitag beschlossene Schritt, kommt die Gemeinde deutlich teurer zu stehen: 2,77 Millionen Franken soll das moderne Fernwärmesystem kosten. Damit können in einer ersten Phase das noch zu erschliessende Wohngebiet Trottmatt mit 30 Häusern, in der zweiten Phase auch die bestehenden Liegenschaften im Gebiet Räbächerli beheizt werden. Dort gibt es diverse Einfamilienhäuser, bei denen in nächster Zeit die Heizung ersetzt werden muss. Die Wärmeleistung soll auf zwei Systeme aufgeteilt werden. Der erste Kessel wird mit einer Maximalleistung von 240 Kilowatt ausgerüstet, der zweite Kessel kann mit einer Maximalleistung von 360 Kilowatt eingebunden werden. Das Holz für die Schnitzelheizung wird aus dem eigenen Forst bezogen.

Hohe Kosten sorgen für Bedenken

Das Projekt war nicht unumstritten. Mehrere Versammlungsteilnehmer hinterfragten die Planung und Kosten. «Fast drei Millionen Franken für 30 Eigentümer – und wir Steuerzahler finanzieren das», bemerkte Franz Zumsteg. Vizeammann Robert Keller sagte dazu: «Wir sind uns bewusst, dass es eine teure Investition ist.» Er sprach von «marktfähigen Preisen» und einem «umweltfreundlichen Konzept». Gemeindeammann Peter Weber äusserte Verständnis für die Bedenken. «Es ist nicht so, dass das Projekt ohne Risiko ist», sagte er, «wir gehen in eine hohe Vorleistung.» Die Anlage würde im Eigenbetrieb laufen und in den ersten Jahren Verluste einfahren, erklärte Weber. Aber: «Wir haben als öffentliche Hand eine Vorbildfunktion.» Den Antrag eines Bürgers, das Gebiet Räbächerli nicht in das Fernwärmesystem einzubinden, lehnte die Versammlung ab. Das Geschäft untersteht dem fakultativen Referendum.

Zwei Gemeinderäte verabschiedet

Auch die übrigen Traktanden wurden von der Versammlung (134 Anwesende bei 1407 Stimmberechtigten) teils einstimmig angenommen -– unter anderem ein Verpflichtungskredit für die Neueinkleidung der Feuerwehr Mettauertal-Gansingen über 100000 Franken. Damit sollen 80 neue Ausrüstungen beschafft werden – «für die, die vorne im Einsatz sind», so Gemeinderat Heinz Knecht. Keine Diskussionen gab es bei der Vorstellung des Budgets 2013 durch Gemeinderätin Patricia Treier. Demnach bleibt der Steuerfuss auf 107 Prozent. «Wir können ein solides Budget zeigen», berichtete Treier. Die Einbürgerung der Familie Stetter erfolgte einstimmig.

Für zwei Gemeinderäte war dies die letzte Gemeindeversammlung: Heinz Knecht und Thomas Vetter geben ihr Mandat zum Jahresende ab. Vetter, auch Präsident vom Jurapark, ist seit 2009 im Gemeinderat tätig. Knecht war ab 1998 Gemeinderat von Mettau, ab 2002 Vizeammann und von 2006 bis 2010 Gemeindeammann. Seit 2010 ist er Gemeinderat der Gemeinde Mettauertal. Peter Weber bedankte sich bei Knecht und Vetter für die gute Zusammenarbeit. Ein Dank ging auch an Hildi Ipser: Nach zehn Jahren beendet sie ihre Tätigkeit als Hauswartin für die Turnhalle Mettau.

Meistgesehen

Artboard 1