Bei Baustelle
Gelbe Füsschen sollen Sicherheit der Fussgänger erhöhen

Füsschen-Markierungen weisen bei der Baustelle beim Gemeindehaus den richtigen Weg über die Strasse, egal ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelt. Vortritt haben die Fussgänger deswegen aber nicht.

Marc Fischer
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Mit gelben Füsschen und einem eigenen Fussgängerkorridor (rechts der rot-weissen Abschrankung) soll die Sicherheit der Fussgänger gewährleistet werden. mf

Mit gelben Füsschen und einem eigenen Fussgängerkorridor (rechts der rot-weissen Abschrankung) soll die Sicherheit der Fussgänger gewährleistet werden. mf

Die Gemeinde Frick sorgt sich um die Sicherheit der Fussgänger bei der Baustelle für das neue Gemeindehaus. Sie hat eigens einen Fussgängerkorridor eingerichtet. Und: Sie hat gelbe Füsschen-Markierungen auf der Fahrbahn anbringen lassen. «Die Füsschen sollen den Fussgängern und allen voran den Kindern die richtige Stelle zum Überqueren der Strasse zeigen», erklärt Bauverwalter Harri Widmer. An den beiden eingezeichneten Querungen am Anfang und Ende der Baustelle seien die Fussgänger gut sichtbar.

Knochenfund: Schabernack der Feuerwehr

Im Zusammenhang mit der Gemeindehaus-Baustelle hat die Feuerwehr den Gemeindeangestellten einen Streich gespielt. Auf einem Anschlag am Gemeindehaus war am Montag zu lesen, dass sich die Bauarbeiten wegen Knochenfunden und archäologischen Untersuchungen um bis zu zwei Jahre verzögern. Dem ist nicht so, wie Gemeindeschreiber Heinz Schmid betonte. Die angeblichen Knochenfunde sind Teil des traditionellen Schabernacks nach der Endprobe. (mf)

Bereits Füsschen beim Kindergarten

Die neue Füsschen-Markierung ist nicht die erste in Frick. Bei der Abzweigung Widenweg-Sonnhaldensteig – auf dem Weg zum Kindergarten also – sind die Füsschen schon seit einiger Zeit aufgemalt. Aus dem gleichen Grund, wie Harri Widmer sagt. Der Bauverwalter betont weiter, dass die Markierungen in Absprache mit der Regionalpolizei Oberes Fricktal erfolgt sind. Polizeichef Werner Bertschi bestätigt diese Aussagen und hält die Füsschen-Markierungen ebenfalls für sinnvoll. «Es geht um die Sicherheit der Kinder», so Bertschi.

Er betont aber auch, dass die gelben Füsschen auf der Strasse keinen Vortritt bedeuten. Autofahrer müssen also nicht anhalten und die Fussgänger über die Strasse lassen. Die Gefahr, dass Fussgänger – speziell Kinder – den Markierungen blind folgen und die Strasse ohne auf den Verkehr zu achten überqueren könnten, sieht der Polizeichef nicht. «Unsere Verkehrsinstruktoren bringen das den Kindern auch bei. Die Kinder kennen deshalb den Sinn und Zweck der Markierungen und wissen, dass sie auf die Strasse achten müssen», so Bertschi.

Zufahrt nur bei Bedarf offen

Auch bei der Gemeinde ist man sich sicher, mit den gelben Füsschen eine geeignete Massnahme zur Sicherheit der Fussgänger getroffen zu haben. «Ich denke nicht, dass die Fussgänger durch die Markierung abgelenkt sind und nicht mehr auf den Verkehr achten», so Harri Widmer. Seinen Beobachtungen zufolge hat sich die Fussgängersituation bei der Gemeindehaus-Baustelle mit der Markierung gebessert.

Laut Gemeindeschreiber Heinz Schmid sollen zudem nicht nur die Füsschen und der Fussgängerkorridor für Sicherheit sorgen. Die Bauunternehmer sind angehalten, die Zufahrt zur Baustelle nur dann zu öffnen, wenn wirklich Transporte anstehen und die Fussgängersituation aufmerksam im Blick zu behalten.

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