Staffeleggtal

Fusionsprozess in Stand-by-Modus gesetzt: «Es ist ein Jahrhunderprojekt»

Die erste Sitzung zur Fusion von Ueken, Herznach und Densbüren wurde verschoben.

Die erste Sitzung zur Fusion von Ueken, Herznach und Densbüren wurde verschoben.

Die erste Sitzung der Arbeitsgruppen zur Fusion Staffeleggtal wurde auf Januar verschoben – der Ueker Aufruf zur Mitwirkung läuft ins Leere.

Der Fusionszug Staffeleggtal legt einen unplanmässigen Halt ein. Der Fahrplan der Gemeinden Herznach und Ueken sah eigentlich vor, dass die erste Sitzung der sieben Arbeitsgruppen, welche die Grundlagen für einen Fusionsvertrag ausarbeiten, im November stattfinden sollte. Doch daraus wird nichts: «Wir haben beschlossen, die erste Sitzung auf Januar zu verschieben», sagt Thomas Treyer, Gemeindeammann von Herznach.

Hintergrund ist unter anderem, dass man die Referendumsabstimmung in Densbüren abwarten will. Dort erteilten die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung einem Fusionsprojekt mit Herznach und Ueken eine Absage. Gegen diesen Entscheid wurde das Referendum ergriffen.

Densbüren soll nicht aussen vor gelassen werden

Gemäss Treyer sei es suboptimal, mit den Sitzungen der Arbeitsgruppen bereits im November zu beginnen. Dies vor dem Hintergrund, dass man dann Densbüren in den Arbeitsgruppen aussen vor lasse – sofern sich der Deisperer Souverän an der Urne umentscheidet.

Margrit Stüssi, Gemeindeschreiberin von Densbüren, stellte in Aussicht, dass ein Abstimmungstermin «an einem Dezember-Sonntag» im Bereich des Möglichen liege (die AZ berichtete). «Die Fusion ist ein Jahrhundertprojekt. Ob die Arbeit zwei Monate früher oder später aufgenommen wird, ist nebensächlich», sagt Treyer.

Dass sich der Fusionsprozess derzeit im Stand-by-Modus befindet, darüber dürfte insbesondere Ueken nicht einmal unfroh sein. So lief ein Aufruf des Gemeinderates an die Einwohner, in den Arbeitsgruppen mitzuwirken, ins Leere. «Es gab lediglich ein oder zwei Anfragen. Zugesagt hat jedoch niemand», sagt Robert Schmid, Gemeindeammann von Ueken.

Enttäuscht über die mangelnde Bereitschaft zur Mitwirkung sei er nicht. «Der heutige Zeitgeist macht es schwierig, Freiwillige zu finden», sagt er.

Erfolgreiche Suche in Herznach

Der Gemeinderat werde sich nun aktiv auf die Suche nach geeigneten Personen aus der Bevölkerung machen, die neben Gemeinderäten und Behördenmitgliedern in den Arbeitsgruppen mitarbeiten.

Erfolgsversprechender lief die Suche in Herznach ab. Hier meldeten sich gemäss Wilhelm fünf oder sechs Personen. «Wir suchen noch punktuell zwei bis drei Personen», sagt Treyer, der sich mit der Rückmeldung zufrieden zeigt. Sowohl Schmid als auch Treyer gehen davon aus, dass sie die nötigen Leute in wenigen Wochen gefunden haben. «Da sind wir zuversichtlich», sagen sie unisono.

Autor

Dennis Kalt

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