Für viele Schweizerinnen und Schweizer gehört zum Nationalfeiertag am 1. August ein Feuerwerk. Die Tradition lebt seit Jahren und das abendliche Lichtspektakel ist der Höhepunkt mancher Bundesfeier.

Mit der Diskussion rund um den Klimaschutz ist das beliebte Spektakel aber in Verruf gekommen. Die Feinstaubwerte überschreiten jeweils die Grenzwerte massiv. Auch deshalb verzichten die Gemeinden Stein und Olten in diesem Jahr auf ein Feuerwerk.

«Der Umweltschutz ist bei uns ein Thema. Es ist uns wichtig, das Klima zu schützen», sagt Sascha Roth, Gemeindeschreiber in Stein, gegenüber «Tele M1». Zudem sei die Brandgefahr bei der anhaltenden Trockenheit akut.

Doch ein Verzicht auf das Feuerwerk nütze gar nicht so viel, sagt Claude Furginé vom Aargauer Departement für Umwelt. Es stimme zwar, dass die Feinstaub-Konzentration bei einem Feuerwerk stark ansteige, jedoch sinken die Werte danach auch schnell wieder in den Normalbereich. «Es ist so eine kurzfristige Angelegenheit. Mit dem kann man das Klima nicht retten.»

Für Roth ist klar, dass der Verzicht nur «ein Tropfen auf den heissen Stein» sei, jedoch müsse man ja irgendwo anfangen. Und so muss die Bevölkerung aus Stein am Nationalfeiertag ohne ihr Feuerwerk auskommen.