Fricktal
Auch mit Auflagen: Hallen- und Freibäder möchten bald wieder Besucher empfangen

Noch sind die Hallenbäder für die Öffentlichkeit geschlossen. Aber: Geben Bundesrat und Kanton grünes Licht, könnten sie sofort mit dem Normalbetrieb loslegen. Und auch die Freibäder in der Region bereiten sich auf einen pünktlichen Saisonstart vor.

Nadine Böni
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Markus Bättig, Betriebsleiter vom Vitamare in Frick, hofft, dass das Hallenbad auch für die Öffentlichkeit bald wieder öffnen darf.

Markus Bättig, Betriebsleiter vom Vitamare in Frick, hofft, dass das Hallenbad auch für die Öffentlichkeit bald wieder öffnen darf.

Dennis Kalt (8. Januar 2021)

Wenigstens ein wenig Normalität ist in die Hallenbäder in Sisseln und Frick bereits zurückgekehrt. Seit einigen Wochen nämlich dürfen die Sport- und Freizeitanlagen – dazu gehören die Hallenbäder – zumindest für Jugendliche wieder geöffnet sein. Sowohl im Hallenbad Sissila in Sisseln als auch im Hallenbad des Freizeitzentrums Vitamare in Frick findet derzeit unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygieneregeln Schwimmunterricht statt.

Die Schulklassen stammen dabei hauptsächlich aus Frick und Sisseln selber, vereinzelt aber auch aus umliegenden Gemeinden. Und auch Schwimmkurse sowie Vereinsaktivitäten für Jugendliche sind in den Hallenbädern, ebenfalls unter Auflagen, inzwischen wieder möglich. Markus Bättig, Betriebsleiter des Freizeitzentrums Vitamare, sagt:

«Es ist schön, haben wir wieder ein wenig Leben im Haus.»

Natürlich wünschen sich die Hallenbäder bei aller Freude über den nun zumindest eingeschränkt möglichen Betrieb aber vor allem eines: dass sie bald auch für die breite Öffentlichkeit wieder öffnen dürfen. «Wir verfolgen genau, wie die allfälligen weiteren Lockerungsschritte aussehen», sagt Christian Wunderlin vom Hallenbad Sissila. «Wir würden uns sehr freuen, wenn wir bald wieder Besucherinnen und Besucher empfangen dürften.» Bereit wären die Hallenbäder: «Geben Bund und Kanton grünes Licht, können wir öffnen», sagt Bättig.

Badmeister betätigten sich als Maler

In den vergangenen Wochen mit wenig Betrieb wurden diverse Projekte umgesetzt, um die Hallenbäder aufzuwerten. «Wir haben die Wände im Eingangsbereich und in den Umkleidekabinen neu gestrichen und an ausgewählten Flächen einen frischen Farbtupfer für das Wohlfühlambiente angebracht», sagt etwa Wunderlin. Auch Bättig und sein Badmeisterteam griffen zu Farbkessel und Pinsel.

Beim Neustart, da sind sich Wunderlin und Bättig einig, sei zunächst auch ein Betrieb unter gewissen Auflagen denkbar, etwa mit einer Beschränkung bei den Besucherzahlen oder einer Registration beim Eingang. «Damit haben wir im vergangenen Jahr bereits Erfahrungen gemacht, und es hat gut funktioniert», sagt Wunderlin. Allerdings ist angesichts möglicher Auflagen auch klar: Aufwand und Ertrag müssen sich die Waage halten. Oder, wie Bättig sagt:

«Die Verhältnismässigkeit muss stimmen.»

Eine Prognose, wann und wie der Betrieb wieder starte, sei daher derzeit kaum möglich. Das betrifft auch die Freibäder in der Region. Die meisten haben ihren Saisonstart für den Mai eingeplant. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits. In Frick etwa wird das Nichtschwimmerbecken in den nächsten Wochen mit einer neuen Folie ausgekleidet. In Sisseln – hier hat das Hallenbad auch im Sommer offen – wird die Liegewiese im Freien neu gestaltet. In Laufenburg wird der Kiosk umgebaut.

Die Vorbereitungen laufen normal

Dazu kommen die üblichen Vorbereitungsarbeiten wie Rasen- und Baumpflege sowie die Beckenreinigung. «Wir gehen derzeit davon aus, dass wir pünktlich starten können. Entsprechend wird die Badi auch vorbereitet», sagt etwa Ivan Brigante, stellvertretender Stadtschreiber in Laufenburg. Auch die Freibäder sehen in einem Start unter gewissen Auflagen kein Problem. Nochmal Brigante:

«Solange die Massnahmen vertretbar sind, werden sie kein Hindernis für eine Eröffnung darstellen.»