Wittnau

Frauenchor Malaikas: aus purer Lust an der Freude

Mitreissend und wohlklingend ist der Auftritt des Frauenchors Malaikas.

Mitreissend und wohlklingend ist der Auftritt des Frauenchors Malaikas.

Der Fricktaler Frauenchor Malaikas hat in der Kirche ein Weihnachtskonzert geboten.

Mit einem sehr stimmungsvollen Weihnachtskonzert verzauberte der Fricktaler Frauenchor Malaikas unter der Leitung von Jacqueline Kym am Vorabend zum zweiten Advent die vielen Zuhörer in der katholischen Kirche Wittnau. Mitgebracht hatten die Frauen Weihnachtslieder aus aller Welt, Bekanntes und weniger Bekanntes, eine berührende Weihnachtsgeschichte, sie sangen a-capella, begleiteten sich selbst auf Gitarre oder am Xylofon. Ihr Vortrag war mehrstimmig, ohne Noten, nur nach Text.

«Unsere Sängerinnen haben musikalisch keine Ausbildung, seit mehr als 20 Jahren singen sie aus purer Lust an der Freude», erklärte Jacqueline Kym. Das allerdings machen sie ausgesprochen professionell, mitreissend, ausdrucksstark und wohlklingend. So sah es auch das Publikum an diesem Konzert und dankte zum Schluss mit stehenden Ovationen.

Den Verein Insieme unterstützt

Stimmungsvoll war das gesamte Ambiente im Gotteshaus: Im gesamten Altarraum funkelten viele kleine Sterne, Adventskranz, Weihnachtsbäume und überall vielversprechende bunte Päckchen. «Mir fyre Wiehnacht mitenand», mit diesen Weihnachtssong eröffneten die Frauen fröhlich melodisch das Konzert, ganz nach ihrem diesjährigen Motto «Fürenand – Mitenand», mit dem sie den Verein Insieme zur Förderung von Menschen mit Behinderung in Rheinfelden unterstützen.

Weiter ging die Adventsreise nach Russland mit dem innig getragenen Wiegenlied «Bajuschki-Baju». Ohne Sorgen Abschied nehmen, sich vorbehaltlos dem Neuen öffnen, heisst es in einer indianischen Volksweisheit. Herrlich die klangschönen Melodien aus Dänemark und Italien, deren Texte einzustudieren nicht ganz so einfach war, wie sie lachend wissen liessen. Direkt vom Himmel kamen sie danach als Herold Engel, wundervoll interpretiert vom Chor.

Die Frauen begeisterten mit dem Sternensingerlied «Es ist für uns eine Zeit gekommen», zeigten den strahlenden Stern von Bethlehem, faszinierten mit dem uralten Schweizer Lied «3 Ängeli», liessen den Funken überspringen mit dem populären englischen Weihnachtslied «Mistelzweig und Wein» von Cliff Richard. Sie animierten mit ihrem kraftvoll klaren Gesang die Gäste beim kleinen Drummer Boy zum Mitklatschen, berührten anmutig und empfindungstief mit Ubi Caritas zur Geschichte vom kleinen Mädchen mit den Schwäfelhölzli (Hans Christian Andersen). Eine zutiefst traurige Erzählung von einem frierenden Mädchen in einer bitter kalten Silvesternacht. Nachdenklich passend dazu dargeboten Ubi Caritas – wo Güte und Liebe ist – einem Kehrvers angelehnt an den 1. Johannesbrief, bekannt geworden durch die Vertonung aus dem Taizé als Choral.

Nicht fehlen durfte natürlich am Ende des Konzerts das gemeinsam gesungene Weihnachtslied «Stille Nacht». Weniger bekannt ist, dass dieses Lied in der entbehrungsreichen Zeit 1818 entstand, als Europa unter den Folgen des Napoleonischen Krieges litt. In Oberndorf bei Salzburg war die Orgel nicht mehr einsatzfähig. Aus der Not heraus musste am 24. Dezember die stille Nacht in Begleitung einer Gitarre gefeiert werden.

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