Frick/Gipf-Oberfrick

Einsprachen wirken: Gemeinden verzichten auf die Sperrung der SBB-Brücke

Die SBB-Brücke zwischen Frick und Gipf-Oberfrick bleibt weiter befahrbar. mf/archiv

Die SBB-Brücke zwischen Frick und Gipf-Oberfrick bleibt weiter befahrbar. mf/archiv

Im Frühjahr gaben die Gemeinden Frick und Gipf-Oberfrick bekannt, dass sie die SBB-Brücke auf der Gemeindegrenze für den Motor-Verkehr sperren wollen. Eine Flut von Einsprachen in Gipf-Oberfrick und eine Verkehrszählung führten nun zu einem Umdenken.

Die Gemeinderäte Frick und Gipf-Oberfrick haben im Frühjahr 2013 beschlossen, die SBB-Brücke auf der Gemeindegrenze (Juraweg/Gerenweg) für den motorisierten Verkehr zu sperren. Dies mit dem Ziel, die entlang der Verbindung Freudackerweg - Juraweg liegenden Wohnquartiere vom Durchgangs- und Schleichverkehr zu entlasten. Gegen die publizierte Signalisationsänderung ist in Gipf-Oberfrick eine grosse Anzahl von Einsprachen eingegangen. In Frick waren einige wenige Einsprachen zu verzeichnen. In Gipf-Oberfrick hat sich zudem bei einer an der Gemeindeversammlung verlangten Konsultativabstimmung eine klare Mehrheit gegen die Sperrung ausgesprochen.

400 bis 600 Fahrzeuge pro Tag

Die Gemeinde Frick hat Ende Mai während zweier Wochen Verkehrszählungen durchgeführt, welche die Brückenquerungen in beide Fahrtrichtungen dokumentieren. Im Durchschnitt benützen täglich 400 bis 600 Fahrzeuge (PW und LKW ohne Zweiräder) die Brücke. Gestützt auf diese Verkehrsmenge, die eine komplette Brückensperrung kaum rechtfertigt sowie gestützt auf den starken Widerstand in Gipf-Oberfrick, haben die Gemeinderäte Frick und Gipf-Oberfrick beschlossen, vorläufig auf die geplante Sperrung zu verzichten. Dies gaben sie am Dienstag in einer Mitteilung bekannt.

Im Rahmen eines Verkehrskonzeptes, das in beiden Gemeinden erarbeitet und aufeinander abgestimmt wird, soll die Verkehrsproblematik in diesen Quartieren jedoch nochmals untersucht und nach Massnahmen für eine Verbesserung gesucht werden.

Gegen den Widerruf des Fahrverbotes kann in beiden Gemeinden innert 30 Tagen Einsprache erhoben werden.

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