Rheinfelden

Einsprachen gegen Rheinsteg hängig

Der geplante Rheinsteg ist 200 Meter lang und verbindet die beiden Städte.

Der geplante Rheinsteg ist 200 Meter lang und verbindet die beiden Städte.

Der Rheinsteg soll nicht zur Vogelfalle werden, das Projekt wird angepasst. Noch liegt die Lösung nicht vor.

Der neue Rheinsteg soll zum Vorzeigeobjekt der beiden Rheinfelden werden. 6,6 Millionen Franken kostet die neue, rund 200 Meter lange Fussgänger- und Veloverbindung über den Rhein, die Stadtschreiber Roger Erdin jüngst als «Bauwerk für Generationen» betitelte, das «mit Sicherheit weit über Rheinfelden hinaus Beachtung finden wird».

Das findet er – derzeit aber nicht so, wie sich das die Planer vorstellen. Birdlife Aargau, der Dachverband von 123 Aargauischen Natur- und Vogelschutzvereinen, sieht in der Tragseilkonstruktion eine Vogelfalle und reichte deshalb im Februar Einsprache gegen den Bau ein (die az berichtete). Es sei keine Fundamentalopposition, sagte Birdlife-Geschäftsführerin Kathrin Hochuli damals. Aber: «Mit der vorliegenden Tragseilkonstruktion können wir uns nicht einverstanden erklären.» Birdlife forderte, dass die Seile sichtbar gemacht werden, damit die Vögel ausweichen können.

Ende Mai fand dann ein Gespräch zwischen Stadt, Planern, Birdlife und einem Vertreter der Vogelwarte Sempach statt. Diesen hatte die Stadt als Experten beigezogen. Das Gespräch sei konstruktiv verlaufen, sagten beide Seiten. Man einigte sich darauf, dass die Planer eine Lösung ausarbeiten und Birdlife vorlegen. Eine Möglichkeit wäre, die Tragseile mit einer sogenannten Verblendung zu versehen. Das sind schwarz-weisse Bänder, die an den Seilen angebracht und von den Vögeln wahrgenommen werden können. Sie minimieren das Risiko, dass die Vögel in die Seile fliegen.

Es herrscht Funkstille

Seither hat Hochuli nichts mehr von der Stadt gehört, wie sie auf Anfrage sagt. Sie warte auf den versprochenen Vorschlag. Hochuli ist zuversichtlich, dass man eine Lösung findet. Dann will Birdlife seine Einsprache zurückziehen.

«Es zeichnen sich Lösungen ab», sagt Roger Erdin auf Nachfrage. Er gibt sich wortkarg. «Mehr kann ich im Moment nicht zum Sachstand sagen.» Ebenfalls noch nicht bereinigt sind die drei anderen Einsprachen, die von Privatpersonen gegen den Steg eingegangen sind. Diese will die Stadt behandeln, wenn das Thema Vogelflug geklärt ist.

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