Grosseinsatz

Einbrecher sprangen auf Flucht in Rhein: Zwei Verhaftete bereits wieder auf freiem Fuss

Einbrecher sprangen während Flucht vor Grosskontrolle in Fluss

Einbrecher sprangen während Flucht vor Grosskontrolle in Fluss

Rund 130 Polizeikräfte der Kapo Aargau, die Regionalpolizeien, die Grenzwache und die SBB-Transportpolizei machten bei einer Grossaktion am Freitagabend gezielt Jagd auf Einbrecher. Auch ein Helikopter der Kapo Zürich wurde eingesetzt. 10 Einbrecher wurden bei den Grosskontrollen im Aargau verhaftet.

Die Polizei und Grenzwache war am Wochenende auf Einbrecher-Jagd. Einige Flüchtende sprangen auf der Flucht in den Rhein. Zwei mutmassliche Einbrecher retteten sich selber ans Ufer – auch der dritte Flüchtige hat es wohl ans Ufer geschafft.

Am Freitagabend führten Polizei und Grenzwache im Aargau eine koordinierte Aktion durch und fahndeten nach Einbrecher. Im Fricktal kam es dabei zu einem spektakulären Einsatz. Eine Patrouille der Regionalpolizei Oberes Fricktal wollte in Frick ein Auto mit deutschen Kennzeichen und drei Insassen kontrollieren. Der Lenker missachtete jedoch das Haltezeichen und flüchtete. In Münchwilen durchbrach der Wagen in der Folge eine Strassensperre der Grenzwache, ehe er in Stein auf einer Verkehrsinsel mit einem Poller kollidierte.

Nach dieser Kollision war der Wagen zwar nicht mehr fahrtüchtig – die Flucht aber noch nicht zu Ende. Die drei Insassen flüchteten zu Fuss Richtung Rhein und sprangen ins kalte Wasser. Um nach ihnen zu ­suchen, wurden Boote der Feuerwehr Möhlin und der deutschen Polizei aufgeboten.

Zwei der Flüchtigen kamen nach einiger Zeit selber wieder an Land – «durchnässt, aber unversehrt», wie es in der Polizeimeldung heisst. Es handelt sich um einen Kroaten und einen Franzosen, beide 18 Jahre alt und ohne Wohnsitz in der Schweiz. Der dritte Flüchtige konnte dagegen am Freitag nicht aufgegriffen werden.

Dritter Flüchtiger schaffte es wohl auch an Land

Und auch übers Wochenende habe man ihn nicht gefunden, wie Polizei-Sprecher Bernhard Graser auf Anfrage der AZ sagt. «Es bestehen aber gewisse Hinweise, dass auch er es wieder an Land geschafft hat», so Graser weiter. Näher ausführen wollte er diese Hinweise nicht.

Ganz ausschliessen, dass der Flüchtige im Rhein ertrunken sei, könne man aber nicht. Denn anders als beispielsweise bei Bootsunfällen auf dem Rhein, wisse man weder um wen es sich handle, noch sei es in dessen Interesse, sich bei der Polizei zu melden, wenn er sich ans Ufer retten konnte.

Verhaftete bereits wieder auf freiem Fuss

Die beiden 18-Jährigen, die nach einer Untersuchung im Spital festgenommen worden waren, befinden sich mittlerweile ­bereits wieder auf freiem Fuss, wie Graser sagt. Man habe im Auto Einbruchsutensilien gefunden und auch ihre Flucht spreche nicht unbedingt dafür, «dass sie zu den Guten gehö­ren», so Graser. Sie hätten auf der Flucht auch Verkehrsdelikte begangen. Aber: «Wir konnten ihnen keine konkreten Straftaten nachweisen und mussten sie deshalb wieder freilassen.» Dies gehöre zum täglichen Brot der Polizei, so Graser weiter.

Insgesamt ziehen die Verantwortlichen allerdings eine positive Bilanz der Aktion vom Freitag. Zehn mutmassliche Einbrecher wurden verhaftet und überdies wurden vier weitere Personen festgenommen, die im Fahndungsregister ausgeschrieben oder rechtswidrig in der Schweiz anwesend waren.

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