Zuzgen

Ein Musical mit Tanzeinlagen und einer Brise britischen Humor – tosender Applaus vom Publikum

Die «Theaterbühne Turnverein Zuzgen» sorgte für eine schwungvolle Aufführung.

Die «Theaterbühne Turnverein Zuzgen» sorgte für eine schwungvolle Aufführung.

«Zum Sterben schön» heisst das neuste Stück der «Theaterbühne Turnverein Zuzgen» – vom Publikum erhielten die Akteure viel Applaus.

Die «Theaterbühne Turnverein Zuzgen» verspricht in ihrer aktuellen Inszenierung «Zum Sterben schön» eine «aussergewöhnliche Musical-Zeit, gespickt mit vielen musikalischen Highlights, wirbligen Tanzeinlagen und einer Prise feinstem britischen Humor». Die Crew hat ihr Versprechen eingehalten. Die Aufführung in der Turnhalle war am Samstag bis auf wenige Plätze restlos ausverkauft. Die Regie führt Martin Hürbin, Tanja Sacher ist für die gesangliche Leitung, Präsident Simon Hürbin für die musikalische Leitung verantwortlich.

«Zum Sterben schön» stammt aus der musikalischen Feder von Marc Schubring, das Buch und die Liedtexte von Wolfgang Adenberg und basiert auf der britischen Filmkomödie «Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge» aus dem Jahr 2002. Um was geht es? In der fiktiven Gemeinde Wrottin Powys in Wales findet eine Trauerfeier für den kürzlich verstorbenen Bürgermeister statt. Sein Nachfolger Hugh Rhys-Jones (Thomas Sacher) hält die Trauerrede und so mancher Einwohner grübelt bereits darüber nach, wie es ihm wohl ergeht, wenn er eines Tages stirbt.

Dem Bestatter gehen die Kunden niemals aus

Eines ist sicher: Die Kunden werden für Bestatter Boris Plots (Daniel Pfarrer) auch in Zukunft nicht ausbleiben. «Auf eins wird Verlass sein, begraben wird mich sicher Boris Plots.»

Betty Rhys-Jones (Daniela Brogli), die Frau des neuen Bürgermeisters, leidet unter ihrer tyrannischen Schwiegermutter Dilys Ryhs-Jones (Mirjam Berchtold). Doch das Schicksal zeigt sich gnädig und erlöst Betty von den Schikanen der «Schwiegermutter-Falle». Dilys erstickt an Cornflakes, Betty ist den Drachen ein für alle Mal los. Boris mit wird der Bestattung beauftragt und begegnet dabei erstmals wieder seit über 30 Jahren seiner Jugendliebe Betty.

Der scheu-skurrile Bestattungsunternehmer Boris Plots wirft schon seit seiner Schulzeit ein Auge auf seine Jugendliebe Betty. Die neu entflammte Liebe der beiden hat jedoch ihre Tücken. Betty steckt in einer unglücklichen Ehe mit dem neuen Bürgermeister Hugh Rhys-Jones und leidet den täglichen Demütigungen ihres Mannes.

Um mit Betty ein neues Leben zu beginnen, heckt Boris einen perfiden Plan aus: Betty soll ihren eigenen Tod vortäuschen, Boris führt eine «Scheinbestattung» durch. Danach setzen sich beide nach Tahiti ab, um ganz von vorne anzufangen. Betty ist ahnungslos, dass ihr Mann Hugh mit seiner Sekretärin Meredith ebenfalls eine Liebesaffäre hat. Eine Scheidung kommt für Hugh aus politischen wie finanziellen Gründen nicht in Frage. Deshalb beschliesst er mit Meredith, Betty aus dem Weg zu räumen. Nach ihrem fingierten Tod und der gestellten Beerdigung beschliesst Betty, sich als Geist an ihrem untreuen Ehemann zu rächen.

Das Publikum belohnte die Akteure eines unterhaltsamen Abends mit einem tosenden Applaus.

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