Rheinfelden
Ein kleiner Abschnitt für die Tour de Suisse - Ein grosser Moment für Rheinfelden

Zum dritten Mal wird Rheinfelden zum Etappenort der Tour de Suisse. Es soll ein Volksfest werden und langfristig Tagestouristen locken.

Nadine Böni
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So sah es 2004 aus, als die Tour de Suisse zum letzten Mal in Rheinfelden gastierte. Nun kommt das grösste Schweizer Radrennen wieder in die Zähringerstadt – diesmal für eine Ziel- und eine Startetappe

So sah es 2004 aus, als die Tour de Suisse zum letzten Mal in Rheinfelden gastierte. Nun kommt das grösste Schweizer Radrennen wieder in die Zähringerstadt – diesmal für eine Ziel- und eine Startetappe

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Es ist ein dickes Bündel Papier, das heute in Rheinfelden auf den Tisch kommt und unterschrieben wird: der Vertrag, wonach Rheinfelden im Juni Etappenort der diesjährigen Tour de Suisse wird. Unterzeichnen werden ihn Olivier Senn, Direktor der Radrundfahrt, Stadtammann Franco Mazzi und andere Verantwortliche der Stadt sowie das lokale Organisationskomitee mit Präsident Jörg Schneider und Mitglied Daniel Vulliamy. Letzterer spricht von einem «grossen Moment» und ergänzt: «Jetzt geht es richtig richtig los.»

Bereits seit dem vergangenen Oktober ist klar, dass Rheinfelden in diesem Sommer zum dritten Mal nach 2000 und 2004 zum Etappenort der grössten Schweizer Radrundfahrt wird: Am Montag, 13. Juni, kommt das Rennen von Grosswangen (Kanton Luzern) in die Zähringerstadt, am Tag darauf erfolgt der Start der Etappe nach Champagne (Kanton Waadt) ebenfalls in Rheinfelden.
Geld für die Vereine
Seit Herbst liefen im Hintergrund bereits die Vorbereitungen auf den Event. Vergangene Woche nun hat das 14-köpfige Organisationskomitee um Präsident Jörg Schneider die erste Sitzung abgehalten. Laut Vulliamy wurden dabei die Ressorts verteilt und erste Anfragen verschickt. So sollen beispielsweise mehrere Vereine aus der Region die Chance haben, eine Festwirtschaft zu betreiben und «etwas Geld in die Vereinskasse zu holen», wie Vulliamy erklärt.
Vulliamy, OK-Mitglied, Sportkoordinator und Leiter Stadtmarketing in Personalunion, freut sich auf die beiden Renntage in Rheinfelden. «Die Tour de Suisse ist einer der grössten Sportevents in der Schweiz. Etappenort zu sein, ist marketingtechnisch unbezahlbar.» Er vergleicht den kommenden Auftritt – verbunden mit über zwei Stunden Präsenz in der Übertragung im Schweizer Fernsehen – mit den Sendungen «SRF bi de Lüt» und «Donnschtig-Jass».
Werbung für die Stadt
Beide waren sie in den vergangenen Monaten in Rheinfelden zu Gast. Beide hätten für einen Anstieg bei den Tagestouristen gesorgt, so Vulliamy. «Wir hoffen jetzt auf den gleichen Effekt – gerade auch in Verbindung mit dem Wakker-Preis, den wir erhalten haben.» Das Schweizer Fernsehen wird vor den beiden Etappen Rheinfelden besuchen und die Stadt hat die Möglichkeit, die eigenen Vorzüge in einem Text anzupreisen, der den Moderatoren danach zur Verfügung gestellt wird.

Den prominenten Auftritt lässt sich die Stadt einige zehntausend Franken kosten. Das Budget des OKs beträgt über 100 000 Franken. Das OK ist daher neben anderem auch auf der Suche nach Sponsoren. «Ziel ist es, nicht nur in die schwarzen Zahlen zu kommen, sondern auch einen Betrag für eine wohltätige Organisation zu sammeln», sagt Vulliamy.
Geht es nach dem OK, so sollen der 13. und 14. Juni zu einem Volksfest werden. Ein Fest für die Schülerinnen und Schüler ist es schon mal: Sie alle haben am Montag, 13. Juni, ab 15 Uhr frei.