Rheinfelden/Möhlin
Ein Bypass soll den verstopften Strassenkreisel entlasten

Der Kanton Aargau will den Kreisel Chilli zwischen Rheinfelden und Möhlin für 1,42 Millionen Franken um eine zusätzliche Spur erweitern. Die Pläne liegen gegenwärtig auf.

Stefan Gyr
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Der Kreisel zwischen Rheinfelden und Möhlin wurde zu klein gebaut. Lange Rückstaus sind die Folge. Archiv

Der Kreisel zwischen Rheinfelden und Möhlin wurde zu klein gebaut. Lange Rückstaus sind die Folge. Archiv

Die Staus beim Kreisel zwischen Rheinfelden und Möhlin sollen verschwinden. Der Kanton Aargau plant einen sogenannten Bypass. Das Projekt liegt gegenwärtig in Möhlin öffentlich auf.

Der Kreisel Chilli zwischen Rheinfelden und Möhlin soll auf der Südseite Richtung Autobahn mit einer zusätzlichen Spur versehen werden. Projektleiter Andreas Drohomirecki vom kantonalen Tiefbauamt bestätigte gegenüber der az einen Bericht der «Neuen Fricktaler Zeitung» von gestern. Mit dem Bypass kann der Verkehr in West-Ost-Richtung ohne direkte Einfahrt in den Kreisel geführt werden.

Verbesserungen für Velofahrer

Der bestehende Radweg muss dafür in südlicher Richtung verlegt werden. Wie Drohomirecki festhält, wird es auch Verbesserungen für die Velofahrer geben. Für den Bypass und die weiteren Ausbaumassnahmen werden zusätzliche 1600 Quadratmeter Land benötigt. Die Baukosten werden laut Drohomirecki auf 1,42 Millionen Franken veranschlagt. Berappt werden sie vom Kanton.

Den Anstoss zu diesem Ausbau des Problem-Kreisels gab der GLP-Grossrat Roland Agustoni aus Magden. Er hatte bereits im Juni 2010 im Kantonsparlament ein Postulat zur «Überprüfung der Verkehrssituation beim Strassenkreisel zwischen Möhlin und Rheinfelden» eingereicht (die az berichtete). Der erst 2007 zusammen mit dem neuen Industriezubringer NK 495 gebaute Verkehrskreisel sei «viel zu klein konzipiert» worden, kritisierte Agustoni. «Lange unnötige Rückstaus» seien die Folge.

Jeden Tag staut sich zu den Stosszeiten der Verkehr zwischen Rheinfelden und Möhlin, weil der Kreisel Chilli überlastet ist. Die Rückstaus reichen teilweise bis zur Kohlplatzkreuzung in Rheinfelden und darüber hinaus zurück. Grosse Lastwagen können den Kreisel nur im Schritttempo befahren, weil er einen kleinen Radius aufweist.

Zudem liegen die Ein- und Ausfahrten nahe beieinander. Das Kantonsparlament überwies das Postulat stillschweigend an den Regierungsrat, der sich zuvor bereit erklärt hatte, den Vorstoss entgegenzunehmen.

Vier Monate Bauzeit

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt arbeitete darauf ein Ausbauprojekt für den Kreisel aus. Diese Pläne liegen jetzt bis zum 3. Dezember in der Bauverwaltung von Möhlin öffentlich auf. Wenn keine Einsprachen eingereicht werden und es zu keinen Verzögerungen kommt, kann im Sommer oder Herbst 2014 mit dem Kreiselausbau begonnen werden. Die Bauarbeiten werden rund vier Monate in Anspruch nehmen.

Ob der Bypass alle Probleme lösen kann, ist allerdings offen. Möglicherweise muss noch eine Lichtsignalanlage angebracht werden. Gleichzeitig mit dem Kreiselausbau werden deshalb Vorarbeiten für eine spätere Steuerung des Verkehrs geleistet.

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