Eiken

Drei Kandidaten wollen in den Gemeinderat – einer davon ist ein Altbekannter

Wer arbeitet künftig im Gemeindehaus mit? Drei Kandidaten bewerben sich für den Sitz im Eiker Gemeinderat.

Am 24. November kommt es zu einer Ersatzwahl in den Gemeinderat Eiken. Einer der Kandidaten ist Beat Schöni – er war schon einmal für 11 Monate in diesem Amt.

Manch einem Eiker dürfte der Name bekannt vorgekommen sein: Beat Schöni kandidiert für den frei werdenden Sitz von Christoph Aebi im Gemeinderat. Schöni sass 2014 schon einmal im Gemeinderat, war zwischenzeitlich gar Vizeammann. Allerdings dauerte seine Amtszeit gerade einmal elf Monate.

Es war jene Zeit, in der es im Eiker Gemeinderat wegen atmosphärischer Störungen zu mehreren Rücktritten innert weniger Monate kam. Bei seiner Demission gab Schöni damals berufliche und persönliche Gründe an. Wobei er klar sagte: «Die persönlichen Gründe sind durchaus auch innerhalb des Gremiums zu finden.»

Nun also möchte er es noch einmal versuchen. «Ich bin überzeugt, dass die Situation heute nicht mit jener von damals vergleichbar ist», sagt Schöni. Zum einen sei das Gremium inzwischen mit Gemeindeammann Stefan Grunder, Vizeammann Markus Zwahlen und den Gemeinderäten Ingo Anders und Sandra Adamek komplett neu besetzt.

Zum anderen hat Schöni auch einen Wandel in der Arbeitsweise ausgemacht: «Im Gemeinderat stehen jetzt die Sachgeschäfte und das Teamwork im Vordergrund.» Daher könne er es sich gut vorstellen, sich wieder einzubringen. «Für mich ist abgeschlossen, was damals passiert ist.»

Sicherheit der Fussgänger ist ein Kernthema bei den Kandidaten

Schöni möchte sich stattdessen auf die Zukunft der Gemeinde fokussieren – und darauf, was er dazu beitragen kann. Rund 27 Jahre Erfahrung im Bereich Verwaltungsarbeit wirft er in die Waagschale. Aktuell arbeitet er auf dem Stadtbauamt Rheinfelden und ist dort unter anderem zuständig für die Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Abfallbewirtschaftung.

«Ich habe ein breites Fachwissen im Bereich Verwaltung sowie ein grosses Beziehungsnetz mit anderen Gemeinden und zum Kanton», sagt Schöni. Sollte er in den Eiker Gemeinderat gewählt werden, wolle er dieses nutzen, um sich für die Anliegen seines Dorfes einzusetzen. Verbesserungspotenzial ortet er im Bereich Verkehr, etwa bei der Sicherheit der Fussgänger.

Seiner Wahl sicher sein kann sich Schöni nicht: Neben ihm treten am 24. November der ebenfalls parteilose Matthias Rudolf sowie der von der SVP vorgeschlagene Adrian Herzog an. Zumindest bei Matthias Rudolf ist die Sicherheit der Fussgänger ebenfalls ein Thema, das er bei einer allfälligen Wahl anpacken möchte. Er sitzt in der Schulpflege, hat zwei Kinder. Seine Tochter besucht die Primarschule, sein Sohn kommt im Sommer in den Kindergarten.

«Entsprechend bin ich sensibilisiert für Themen rund um die Schule – wie etwa die Sicherheit auf dem Schulweg», sagt Rudolf und fügt an: «Es gilt nun, die unbefriedigende Situation zu verbessern, statt weiter nur davon zu reden.» Generell sehe er Potenzial, «gewisse Abläufe zu verbessern und zu beschleunigen».

Er wolle etwas dazu beitragen, dass Eiken in eine gute Zukunft gehe, begründet Adrian Herzog seine Kandidatur. «Ich bin in Eiken aufgewachsen und identifiziere mich mit dem Dorf. Daher möchte ich etwas zurückgeben.» Ein Amt im Gemeinderat sei mit seinem beruflichen Engagement gut vereinbar.

Herzog ist Unternehmer und führt seit rund 20 Jahren ein Geschäft für Plattenbeläge. «Dadurch bringe ich einerseits Kompetenzen im Bereich Bau mit. Andererseits sicherlich auch in Sachen Geschäftsführung und Finanzen», sagt er. «Diese Kompetenzen würde ich gerne zugunsten von Eiken einbringen.»

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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