Die Gruppe hat das Baugesuch zurückgezogen. «Das Konzept kann nicht realisiert werden, wie es eingeben wurde», sagt Vereinspräsident Tommy Bieri.

Was ist passiert? Ihr altes Flugfeld im Gebiet Grossgrüt musste die Modellfluggruppe 2016 nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit der Stadt Rheinfelden verlassen. Es begann eine intensive Suche nach einem neuen Standort. Eine vereinsinterne, 14-köpfige Arbeitsgruppe hat von Anfang 2016 bis Ende 2017 eine Standortevaluation erarbeitet.

Im Umkreis von 15 Kilometern um Möhlin wurden 40 mögliche Standorte festgehalten und geprüft. Miteinbezogen wurden dabei unter anderem Natur- und Vogelschutzvereine sowie Jagdgesellschaften.

Parkplatz als Knackpunkt

Das Resultat der Standortevaluation: Der Standort Möhlin «Langacher», eine Landwirtschafts-Parzelle neben der Autobahn A3, eignet sich am besten (die AZ berichtete). Auch mit der Rheinsaline habe man im Zuge der Abklärungen Kontakt aufgenommen, sagt Bieri.

Die zwei unmittelbar südlich der Flugparzelle gelegenen Bohrfelder der Rheinsaline hätte die Gruppe gerne für die Parkplätze genutzt. Mit dem Unternehmen gab es einen entsprechenden Schriftwechsel bezüglich Regelungen, der dem Baugesuch beigelegt war. Auch mit dem Landwirt, der dieFläche an die Rheinsaline verpachtet, habe die Gruppe im Vorfeld gesprochen, sagt Bieri.

Während der Auflagefrist des Gesuchs hat der Landwirt sich nun aber gegen ein Parkieren auf den Bohrfeldern ausgesprochen. «Wir hatten uns zu stark auf das persönliche Gespräch abgestützt. Für das fehlende Einholen einer schriftlichen Zustimmung möchten wir uns beim Landwirt entschuldigen», sagt Bieri. Der Präsident und seine Vereinskollegen möchten trotz der Enttäuschung «nach verträglichen Alternativen suchen, die von sämtlichen Interessensgruppen akzeptiert werden können.»

Neue Lösung gesucht

Das sei ihm wichtig, sagt Bieri. Es gehe nun darum, trotz des erneuten Rückschlags wieder nach vorne zu schauen. «Momentan sind wir dabei, nach alternativen Lösungen zu suchen, um die Fahrzeuge anderweitig abstellen zu können», sagt Bieri. «Es gibt weiterhin viel Arbeit für die Arbeitsgruppe Flugplatz.» Alles, damit es doch noch ein «Happy End» gibt für die Modellfluggruppe.