Kaiseraugst

Diese drei Kandidaten und Kandidatinnen plangen auf den freien Sitz im Gemeinderat

Oliver Jucker, Reto Bernardi und Diana Montandon werben um die Gunst der Kaiseraugster Stimmbürger. Einer oder eine von ihnen wird den frei werdenden Sitz von Heinz Hassler (SP) im Gemeinderat künftig besetzen.

Eines teilen Oliver Jucker (SP), Reto Bernardi (FDP) und Diana Montandon (parteilos): Ihre Anspannung steigt mit Blick auf den 29. November. Dann entscheidet sich, wer von den Dreien auf dem frei werdenden Sitz von Heinz Hassler (SP) im Kaiseraugster Gemeinderat landet. Im ersten Wahlgang verpassten die Kandidaten das absolute Mehr von 666 Stimmen und lagen dicht beisammen: Jucker holte 485 Stimmen, Bernardi 418 und Montandon 407.

Um in der Gunst der Stimmbürger im zweiten Wahlgang ganz oben zu stehen, rühren die Kandidaten knapp zwei Wochen vor dem zweiten Wahlgang nochmals die Werbetrommel. «Ich bin auf Social Media unterwegs und poste meine Aktivitäten, die ich für mich persönlich oder Kaiseraugst mache, um die Bürger zu inspirieren», sagt Montandon. Das Verteilen von Flyern, die dann sowieso grösstenteils im Hausmüll landeten, sowie Plakate hält sie für Vergeudung von Ressourcen. «Stattdessen halte ich lieber einen kleinen Schwatz mit den Bürgern.»

Der Wahlkampf muss coronakonform sein

Etwas anders geht Oliver Jucker vor, der sowohl mit Plakaten als auch mit Flyern in die Haushaltungen wirbt. «Wir haben uns auf positive Fakten und meine Fähigkeiten berufen und werben in den sozialen Medien und der Zeitung», sagt er zudem. Reto Bernardi setzt derweil auf Werbung im persönlichen Umfeld und Mundpropaganda. «Ausserdem organisieren wir ‹Meet-and-greet­Points›», sagt er. Wie für Bernardi hat die Coronakonformität im Wahlkampf auch für Jucker und Montandon Priorität.

Alle Kandidaten rechnen sich auf einen Wahlerfolg gute Chancen aus und zeigen sich optimistisch. So führt etwa Montanton ihr Engagement in der Gemeinde – in der Jugendkommission und der Feuerwehr oder als Präsidentin des Volleyballvereins und Vorstand des Elternvereins – als Trumpf an. «Ich habe den Enthusiasmus, für Kaiseraugst da zu sein und die Gemeinde vielfältig zu präsentieren», sagt Montandon. Als Parteilose vertrete sie die Stimmen aller in Kaiseraugst und keine Meinung einer Partei.

Ebenso ist Jucker durch Aktivitäten in diversen Vereinen und als Offizier der Feuerwehr Raurica sowie als Stabschef des Regionalen Führungsorgans mit der Gemeinde vertraut. «Mich darf man wählen, weil ich in der Vergangenheit bereits bewiesen habe, dass ich Verantwortung für die Gemeinde übernehme», sagt Jucker, dem es ein Anliegen ist, dass das durch Landstrasse und Bahnlinie getrennte Dorf zusammenwächst. «Ich möchte mit positiven Ideen das Zusammenleben fördern.»

Man müsse nicht in jedem Verein oder jeder Organisation vertreten sein, um zu wissen, was in Kaiseraugst passiere, ist Bernardi überzeugt. «Seit meinem zweiten Lebensjahr lebe ich in Kaiseraugst. Die Liebrüti kenne ich in- und auswendig, sie war ein bestimmender Teil meiner Jugend.» Aber auch die restlichen Quartiere und ihre Gegebenheiten seien ihm bekannt. Als selbstständiger Immobilienmakler kenne er die Probleme der heutigen Familien. «Vor allem, wenn beide Elternteile arbeiten», sagt Bernardi, dem besonders der Einsatz für eine gute Wohn- und Lebensqualität in Kaiseraugst am Herzen liegt.

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Autor

Dennis Kalt

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