Erst letzte Wochen liess der Fall aus Kleindöttingen aufhorchen, als Diebe in ein Velogeschäft einbrachen und Velos im Wert von rund 200 000 Franken stahlen. Nun der Schock: Auch beim Rheinfelder Velogeschäft Füchter wurde eingebrochen. In der Nacht auf gestern entwendeten Unbekannte Ware im Wert von über 100 000 Franken aus dem Lager an der Baslerstrasse.

Wie schon im ebenfalls in Grenznähe liegenden Kleindöttingen verschafften sich auch in Rheinfelden die Täter Zugang über die Rückseite des Gebäudes. Sie brachen die Tür auf der Gartenseite des Hauses auf. Um 2.15 Uhr ging bei der Kantonspolizei die Meldung ein, dass eine Viertelstunde zuvor Personen vom Gebäude weggerannt seien. Obwohl die ersten Einsatzkräfte nur sechs Minuten später vor Ort waren, verpassten diese die Täterschaft. Die eingeleitete Fahndung brachte keinen Erfolg.

«Wir hatten keine Hinweise auf Fahrzeuge. Deshalb hatten wir auch keinen Fahndungsansatz», sagt Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei. «Wenn die Diebe mit einem Lieferwagen auf die Autobahn gehen, sind sie schnell weg.» Die Polizei prüfe nun mögliche Zusammenhänge zum Einbruch im rund 40 Kilometer entfernten Kleindöttingen. Zudem sei sie in ihrer weiteren Ermittlungsarbeit mit der Spurensicherung am Tatort und der Befragung von Anwohnern beschäftigt.

Vor allem E-Bikes gestohlen

«Es wurden vor allem E-Bikes gestohlen. Aber auch Kleider und Zubehör nahmen sie mit», sagt Sabine Füchter, die Frau des Geschäftsinhabers. Mehr zum Fall wollte die Familie Füchter gegenüber der AZ nicht sagen. Ein Anwohner weiss aber, dass ein Grossteil der gestohlenen Ware noch in Kartonschachteln verpackt gewesen sein soll. Die Chance, dass die Velos wieder auftauchten, schätzt Roland Pfister als gering ein. «Oft wird solches Diebesgut schnell ins Ausland geschafft», sagt er.

Gegenüber Tele M1 erzählt Anwohner Vito Michele Galella, der gleich über dem Velolager daheim ist, von der Tatnacht. «Ich hörte Lärm. Dann habe ich gerufen: ‹Achtung, ich rufe die Polizei.› Und dann sind alle weggesprungen – ich habe niemanden gesehen.»

Der Regionalsender sprach zudem mit Alexander Erni, der in Augst BL einen Veloladen führt. Dieser kenne zwar die Problematik, aber Angst vor einen Einbruch im eigenen Geschäft habe er deswegen nicht.